Rheinberg: Zwölf Notebooks "zur Seite gestellt"

Rheinberg: Zwölf Notebooks "zur Seite gestellt"

RHEIBERG (BL) In einer Sammelstelle für alte Computer wollten ein Rheinberger und sein Arbeitskollege zwölf gebrauchte Notebooks entwenden. Gestern mussten sich die beiden Männer vor dem Rheinberger Amtsgericht verantworten. Der 61-Jährige gestand die Tat umgehend und wurde zu drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Er habe einen Karton mit zwölf Netbooks "zur Seite gestellt", um sie später mit seinem Kollegen zu verkaufen, gab er zu.

Die Idee dazu habe sein Kollege gehabt, er selber kenne sich mit Computern nicht aus. In der Firma seien Containerweise Altgeräte angeliefert worden, um für den Weiterverkauf repariert oder entsorgt zu werden. Die Notebooks waren aber kein Schrott, sondern noch 1200 Euro wert, hatte sich herausgestellt. Das Vorhaben der beiden Männer hatte sich allerdings herumgesprochen, man stellte ihnen eine Falle. Ein Scheinkäufer gab vor, er wolle die Geräte für 400 Euro erwerben. Als er den Karton ausgehändigt bekam, ging er damit zum Chef. Der 61-Jährige räumte die Tat ein. Weil er nur drei Monate zuvor wegen eines weiteren Diebstahls aus einem Lager zu einer Geldstrafe verurteilt worden war, forderte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft die Verhängung einer kurzen Freiheitsstrafe. Die könne allerdings zur Bewährung ausgesetzt werden. Weil der mutmaßliche Mittäter gar nicht erst zur Verhandlung erschien, verurteilte das Gericht ihn in Abwesenheit zu einer Geldstrafe von 750 Euro.

(RP)