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Zwei Testzentren in Rheinberg eröffnet

Corona-Pandemie : Zwei Testzentren in Rheinberg eröffnet

Vera Perschers-Sonderkamp von der Einhorn-Apotheke führt Schnelltests im Vokato-Saal am Innenwall durch, Idris Rahimi steht in der Online-Apotheke Curavendi an der Hubert-Underberg-Allee bereit. Sie gehört zur Römer-Apotheke.

Jeder kann sich jetzt einmal pro Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. In Rheinberg hat Vera Peschers-Sonderkamp von der Einhorn-Apotheke binnen einer Woche ein Schnelltestzentrum im Vokato-Saal an der Ecke Gelderstraße / Innenwall eingerichtet. Auch an der Hubert-Underberg-Allee 8 heißt es „Mund auf, Stäbchen rein“. Hier testet Idris Rahimi schon seit etwa zweieinhalb Monaten Selbstzahler im Auftrag des Kreises Wesels. „Die Infrastruktur war vorhanden, da war klar, dass wir das Testzentrum weiterbetreiben“, sagen der 28-jährige Apotheker und seine Chefs Sabine Neuhoff und Gregor Krug von der Römer-Apotheke / Apotheke 35.

Ein Parkplatz, ein Vorzelt, dahinter ein Bürofenster – an der Hubert-Underberg-Allee sieht es aus wie am Drive-in. „Ist auch irgendwie so“, bestätigt Krug. Testwillige melden sich am Fenster und füllen zwei Formulare aus, bevor Idris Rahimi den Abstrich aus dem hinteren Rachenraum vornimmt. Um Kontakte möglichst zu vermeiden, werden die Getesteten im Anschluss gebeten, bis zur Vorlage des Ergebnisses zu warten. „Nach 15 bis 20 Minuten ist das Ergebnis da, eine Bescheinigung erhält man auch“, berichtet Rahimi. Fällt ein Test positiv aus, müssen die Getesteten direkt in Quarantäne und sich nach Absprache mit entsprechenden Stellen einem PCR-Test unterziehen, der finale Gewissheit bringt. Außerdem wird das Gesundheitsamt informiert.

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Und wer kommt zum Schnelltest? „Die Bandbreite ist groß“, sagt Rahimi. Die einen möchten die Familie besuchen, die anderen benötigen ihn beruflich. Aktuell bewältigt der Apotheker das Testaufkommen noch alleine, ab nächste Woche wird er von einer Arzthelferin unterstützt. Rechtzeitig vor Ostern.

Das Fest hat auch Vera Peschers-Sonderkamp im Blick. Auch sie rechnet mit einem erhöhten Testaufkommen. „Ostern steht an, da bringt so ein Schnelltest doch Sicherheit“, so die Chefin der Einhorn-Apotheke. Sie rechnet damit, die zeitlichen Kapazitäten von derzeit 20 Stunden pro Woche auf bis zu 35 Wochenstunden zu erhöhen.

An ihrem ersten offiziellen Tag im vielleicht schönsten Corona-Schnelltestzentrum im Umkreis waren bei Vera Peschers-Sonderkamp 62 von 80 Testslots vergeben. Die ersten Testwilligen zur Öffnung um kurz vor 14 Uhr waren Volker, Tobias und Kai Hoppmann, Inhaber des „Vokato“. Sie hatten ihre Räume ohne Zögern zur Verfügung gestellt. „In der Innenstadt-Apotheke hätte ich das nicht realisieren können“, betont die Apothekerin. Das „Vokato“ hingegen bot genug Raum, um eine kontaktlose Schnellteststation einzurichten. Mit Manuela Prophet, gelernte Arzthelferin, Hannes Groncki und Peter Gardemann sind drei Helfer im Schnelltestzentrum, die sich um Abstriche und Dokumentation kümmern. Doch das Team wird noch wachsen. „Es müssen auch nicht zwangsläufig Kräfte aus dem medizinischen Bereich sein, sie werden gut geschult“, betont Peschers-Sonderkamp. Sie ist froh, dass ihr Team an der Gelderstraße ihr den Rücken freihält.

Das Personal ist auch für Sabine Neuhoff, Gregor Krug und Idris Rahime ein Problem. „Unter der Bedingung, zuvor geimpft zu sein, wollte uns ab nächste Woche eine PTA unterstützen“, berichtet Sabine Neuhoff. Jetzt wurde aufgrund des Impfstopps mit Astrazeneca der Termin abgesagt, die Mitarbeiterin tritt ihren Dienst nicht an. „So wirkt sich das alles auch auf uns aus“, sagt Krug.