Rheinberg: Zwei Meisterbriefe für Metallbauer Geßmann

Rheinberg : Zwei Meisterbriefe für Metallbauer Geßmann

Der Rheinberger Clemens Geßmann hat die Prüfung vor 25 Jahren bestanden, sein Sohn Phillip hat sie gerade abgelegt.

Getreu dem Motto "doppelt hält besser" hatte Innungsmeister Rainer Theunissen gleich zwei Meisterbriefe der Handwerkskammer Düsseldorf im Gepäck: Vor genau 25 Jahren hatte Clemens Geßmann an der Meisterschule Düsseldorf die Prüfung zum Schlossermeister abgelegt und wurde mit dem Silbernen Meisterbrief geehrt. Ebendort hat auch Sohn Phillip die Schulbank gedrückt und erhielt mit nur 21 Jahren den Meisterbrief im Metallbauhandwerk sowie das Zertifikat "Internationaler Schweißfachmann".

"Die 25 Jahre sind wirklich wie im Flug vergangen", bestätigt Clemens Geßmann, der mit seiner Zeit an der Meisterschule schöne Erinnerungen verbindet. Die teilt er übrigens auf besondere Weise mit Sohn Phillip: "Es gibt tatsächlich noch Lehrer, die mich und jetzt auch meinen Sohn unterrichtet haben", sagt Clemens Geßmann und schmunzelt.

Der 51-Jährige führt in vierter Generation den 1874 gegründeten Handwerksbetrieb Geßmann und hat die einstige Hufschmiede in eine moderne Bauschlosserei mit mittlerweile zehn größtenteils langjährigen Mitarbeitern gewandelt. Zu den Tätigkeitsbereichen zählen neben Bauschlosser- und Kunstschmiedearbeiten auch Kunststoff- und Aluminiumfenster- und Türen, Wintergärten, Vor- und Terrassendächer, Stahl- und Brandschutztüren sowie Sonderkonstruktionen und -lösungen im kleinen und mittleren Stahlbau.

Erstmals arbeiten Vater und Sohn derzeit auf Augenhöhe im Betrieb. "Und ich bin verwundert, wie wenig wir uns zanken", flachst Clemens Geßmann. Im Ernst: Der "Senior" freut sich darüber, dass "Geßmann Junior" von Mitarbeitern und Kunden gleichermaßen ganz selbstverständlich als kompetenter Ansprechpartner akzeptiert wird. "Er weiß, dass er noch viel lernen muss", so Clemens Geßmann.

Das hat sich Phillip Geßmann auch fest vorgenommen. So ist die Mitarbeit im elterlichen Metallbau-Betrieb zunächst zeitlich befristet. "Weil einer unserer Mitarbeiter ausgefallen ist, ist Phillip in sprichwörtlich kalte Wasser gesprungen", erzählt Clemens Geßmann. Doch voraussichtlich zum Jahresende möchte Phillip in anderen Betrieben - auch im benachbarten Ausland - wichtige Berufserfahrung sammeln. Ob er am Ende den Betrieb in fünfter Generation weiterführen wird? "Geplant ist es schon", sagt Clemens Geßmann.

(RP)
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