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Alpen: Zum Bühnen-Bau nach Baku

Alpen : Zum Bühnen-Bau nach Baku

Bei der Vorbereitung für den European Song Contest in Aserbaidschan war das Know-how von Gardemann-Arbeitsbühnen gefragt. In Alpen sitzen die Fachberater für Auslandseinsätze.

Vor gut einem Jahr sorgte Gardemann mit einer 100-Meter-Arbeitsbühne als Kamera-Plattform dafür, dass die ganze Welt tolle Bilder der Hochzeit von Kate und William sah. Und nun sind die Alpener mit von der Partie, damit heute in einer Woche der Eurovision Song Contest (ESC) in Baku gelingt. Diesmal allerdings nicht mit eigener Technik, sondern mit Know-how.

Gesamtpaket

ESC-Organisator Brainpool (Köln) hat Gardemann beauftragt, alle Arbeitsbühnen für den kompletten Bühnenaufbau in Aserbaidschan bereitzustellen. "Unser Unternehmen ist zusammen mit der Lavendon-Gruppe der größte Dienstleister im Bereich Arbeitsbühnenvermietung und verfügt damit auch über Dependancen im Ausland. Brainpool benötigte einen Partner, der in der Lage ist, ein Logistik-Projekt in dieser Größe zu stemmen. Unser Gesamtpaket hat ihn überzeugt", so Marketingleiter Hubert Gardemann.

Allerdings waren weder Gardemann noch Lavandon in Aserbaidschan vertreten; dort gab es auch keinen anderen passenden Vermieter. Aber Gardemann hat ein versiertes Auslands-Team: darauf spezialisiert, deutschsprachige Kunden zu betreuen und Bühnen im Ausland anzumieten. Falls möglich über Unternehmen, die zur britischen Muttergesellschaft Lavandon-Gruppe gehören. Darüber hinaus gibt es Kontakte in 30 Länder.

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Der Partner in Rumänien

Aserbaidschan gehörte nicht dazu. Ebensowenig Russland oder die Türkei. Ein Transport von Arbeitsbühnen aus Alpen 4200 Kilometer nach Baku schied aus Kosten- und Umweltaspekten aus. Markus Altenhövel, Fachberater für Auslandseinsätze, fand die Lösung: Mit seinem Kollegen Reinhard Wördehoff (Leiter Key-Account Management) flog er nach Rumänien, um sich vor Ort von der Qualität der Arbeitsbühnen eines dortigen Vermieters zu überzeugen. Die Rumänen erfüllten die Kriterien — das Partner-Unternehmen für den Auftrag war gefunden. Aber selbst zwischen Bukarest und Baku liegen noch 2700 Kilometer. Das waren acht Tage Fahrzeit für die 19 Lkw mit den benötigten Arbeitsbühnen. Gebraucht werden Teleskop- und Scherenarbeitsbühnen, um flexibel in unterschiedlichsten Höhen arbeiten zu können. Dazu Begleit-Logistik: Gabelstapler etwa, aber auch mobile Diesel-Tankstellen. Drei Wochen war Markus Altenhövel in Baku, um den Einsatz der Arbeitsbühnen zum Bühnenaufbau zu überwachen. "Es hat alles reibungslos geklappt", berichtete er erleichtert. Am 25. Mai fliegt er noch einmal nach Aserbaidschan. Dann ist Generalprobe. Und schon einen Tag nach der Show beginnen Abbau und Rücktransport. Auch darauf wird Markus Altenhövel ein wachsames Auge haben.

Dass er dem deutschen Kandidaten Roman Lob die Daumen drückt, ist klar: "Er steht auf einer Bühne, die wir mit aufgebaut haben — das ist doch ein gutes Zeichen."

(RP)