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Zentrale Einrichtungen am Standort drohen, vom Breitbandnetz abgekoppelt zu bleiben

Kommentar zum Glasfaserausbau : Es geht auch um den Standort Alpen

Die zögerliche Nachfrage nach einem Breitbandanschluss im nördlichen Teil von Alpen könnte die Zukunftsfähigkeit des Standortes insgesamt schwächen.

Das tut weh. Da hat ein Ort die Chance, in die digitale Zukunft aufzubrechen. Kostenpflichtiger Inhalt Aber nur wenige wollen mit. Dabei haben der Anbieter und seine Unterstützer vor Ort gute Argumente.

Ein leistungsfähiges Netz, darüber kann’s keine zwei Meinungen geben, wird immer wichtiger. Kontaktpflege, Smart home, Homeoffice, Bildung auf Distanz, medizinische Versorgung – es gibt kaum noch einen Lebensbereich, der nicht immer weiter auf die digitale Bahn gerät, ob’s einem gefällt oder nicht. Daher ist der Hinweis richtig, dass ein Glasfaseranschluss ein wesentlicher Faktor für den Wert einer Immobilie ist. Die Zurückhaltung ist schwer verständlich, zumal der Anschluss gratis ist.

Dass die Verantwortlichen im Rathaus sich so ins Zeug legen, auch wenn’s dem einzigen Anbieter für den Lückenschluss nutzt, ergibt Sinn. Es geht um den Standort Alpen. Sport, Kirchengemeinden und Marienstift sind auf schnellen Datentransfer ebenso angewiesen wie die künftigen Frequenzbringer für den Einzelhandel und Mieter, die in dem Zuge mitkommen. Noch ist Zeit. Schade, wenn’s an der aktuellen Nachfrage scheitert.

 Bernfried
Paus

Ihre Meinung? Schreiben Sie mir! bernfried.paus@rheinische-post.de