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Alpen: Wieder Wasser im Therapie-Bad

Alpen : Wieder Wasser im Therapie-Bad

Gestern konnten Schüler wieder baden. Die Suche nach dem Leck geht weiter.

Der Hausmeister ist sicher: "Das wird laufen." Mit "das" meint Detlef Heiligenhaus das Lehrschwimmbecken an der Bönninghardtschule, einer Schule, in der 170 Jungen und Mädchen mit geistiger Behinderung unterrichtet werden. Mehr als eineinhalb Jahre konnten sie das Therapiebad nicht nutzen, weil erst ein Messregler kaputt war, dann zwei Pumpen versagten und bei Wasserproben schließlich auch noch Legionellen entdeckt worden sind (wir berichteten). 300 000 Euro hat die Sanierung gekostet. Ein Mal musste schon nachgebessert werden, dann endlich sollte es heißen "Wasser marsch". Die Fachfirma aus Mülheim gab grünes Licht für die Wiedereröffnung des Lehrschwimmbeckens. Doch es kam, wie es nicht kommen sollte: Als Helmut Czichy, Chef-Techniker im Kreishaus, und sein Versorgungstechniker Joachim Hesseling mit Schulleiter Lothar Petrikowski am vergangenen Freitag der Presse das gute Ende der nicht enden wollenden Serie von Pleiten, Pech und Pannen vorstellen wollten, war das Becken leer: 240.000 Liter Wasser waren über Nacht ausgelaufen, als hätte jemand den Stöpsel gezogen.

Hesseling vermutete ein elektronisches Problem als Ursache. Die Firma aus Mülheim schickte wieder ihre Fachleute 'raus, die nahmen auf eigene Kosten (die Firma hat vier Jahre Garantie gegeben) sämtliche Ventile im unterirdischen Rohrleitungssystem unter die Lupe. Übers Wochenende wurde wieder Wasser aufgefüllt und auf 32 Grad aufgeheizt. Immer wieder kontrollierte Detlef Heiligenhaus, seit 2014 Hausmeister an der Schule, ob das Wasser auch drin blieb im 15 mal acht Meter großen Becken mit Hubboden. Schließlich gab er Entwarnung - sowohl Richtung Schulleitung als auch dem Kreis Wesel, der Träger der Bönninghardtschule ist: "Die Ventile sind dicht, das Wasser läuft nicht mehr ab."

Gestern konnten die ersten Schülerinnen und Schüler wieder baden gehen. Das dürfte auch Lothar Petrikowski freuen, der zurzeit das Bett hüten muss und im Zusammenhang mit dem Bad so viel Ärger schlucken musste. Sobald er wieder genesen ist, dürfte sein erster Gang vor Unterrichtsbeginn mit Sicherheit zum Therapiebad führen.

Die Suche nach dem Leck dauert an: Die Firma und ihre Fachplaner hatten es bis gestern noch nicht gefunden, so Linda Kleine-Nathland, Pressesprecherin im Kreishaus, auf Nachfrage unserer Zeitung.

(RP)