Rheinberg : Wie Robin Hood

Bürgerschützen-Präsident Karl Hoffmeyer spendete aus dem Erlös seines Buches "Meine Orsoyer Geschichte(n)" 31 neue Uniformen für die Kindergrenadiere.

rheinberg-Orsoy Dieses Jahr werden zahlreiche fröhliche "Robin Hoods" im Orsoyer Schützenumzug zu sehen sein: "Die Kinder laufen unter anderem beim Kinderschützenfest am Samstag mit und reihen sich sonntags sowie montags in die Umzüge ein – und das in ihren neuen Uniformen", schilderte der Präsident des Bürgerschützenverein Orsoy 1551, Karl Hoffmeyer.

Neu eingekleidet

Die Kindergrenadiere wurden nämlich gerade in der Gaststätte "Am Fährmannsbrunnen" mit den neuen "Robin-Hood"-Uniformen eingekleidet. Der Schützenpräsident hatte den jungen Grenadieren die Kostüme gestiftet. "Ich habe sie mit einem Teil des Erlöses aus meinem Buches finanziert", so Hoffmeyer. 320 Mal hat er "Meine Orsoyer Geschichte(n)" verkauft. "Viele Exemplare habe ich auch verschenkt".

Maß genommen

Bei den Kindern war die Freude groß: Mit leuchtenden Augen angelten sie die Kostüme in der richtige Größe vom Kleiderständer. Schnell hatten die Mädchen und Jungen sich in den edlen und sagenumwobenen Rächer aus Sherwood Forest verwandelt. Grenadierhauptmann Justin Schade (10) freute sich über das prächtige Outfit. Seine Truppe habe er gut im Griff, wie er schmunzelnd verriet. "Es macht wirklich Spaß bei den Grenadieren zu sein. Ich achte darauf, dass alle richtig stehen und im richtigen Schritt laufen", schilderte der zehnjährige Orsoyer aufmerksam. Auch Mädchen stärken die Grenadiere. Unter anderem Leonie Schmidt (12) gehört der munteren Truppe an. "Ich bin seit drei Jahren dabei. Viele meiner Freunde sind bei den Grenadieren. Es macht einfach nur Spaß", schilderte die Zwölfjährige.

Die Orsoyer Schneiderin Brigitte Ilg unterstützte die kleinen Mitglieder des Schützenvereins. Sie nahm Maß und änderte die Kostüme, so dass die Truppe in genau passenden Uniformen am Umzug teilnimmt. "Das mache ich kostenlos. Ich freue mich, wenn ich die Kinder und den Schützenverein unterstützen kann", unterstreicht Brigitte Ilg.

(sass)