Markus Spangenberg: "Wer Vereinsmitglied wird, hilft das MAP zu retten"

Markus Spangenberg: "Wer Vereinsmitglied wird, hilft das MAP zu retten"

Die Veranstaltung steht finanziell auf der Kippe: Die Festivalmacher müssen jetzt dringend neue Sponsoren gewinnen.

Rheinberg Wie steht es um die Zukunft des Rheinberger MAP-Festivals? Wie berichtet, fehlt es dem MAP-Verein an Geld. Noch ist nicht klar, ob das 16. Festival im Spätsommer stattfinden kann. Die RP sprach darüber mit Markus Spangenberg. Er gehört zum MAP-Team und ist für die Werbung sowie für die Betreuung der Webseite und der Facebookseite zuständig.

Herr Spangenberg, Mitte Dezember lautete die Überschrift in der Rheinischen Post zum Bericht über die Jahreshauptversammlung des MAP-Vereins "16. MAP-Festival steht auf der Kippe". Hat sich seither etwas getan?

Markus Spangenberg Ja. Kaum war der RP-Bericht erschienen, meldeten sich mehrere Unternehmer und Privatpersonen und haben ihre Hilfe angeboten. Das hat Mut gemacht.

Woran hapert es bei der Finanzierung des MAP-Festivals?

Spangenberg Die Ausgaben sind nicht gravierend gestiegen, aber wir haben weniger Einnahmen. Das hat mit dem Haushaltssicherungskonzept der Stadt zu tun und damit, dass Sponsoren insgesamt weniger Geld geben können.

Und das, obwohl das MAP-Festival auf eine überwältigende Akzeptanz in Rheinberg stößt und komplett ehrenamtlich gestemmt wird.

Spangenberg Absolut! Es kommen an den beiden Festivaltagen rund 4000 Menschen zum Pulverturm, weitere 1000 zur Artlon-Kunstaktion und auch das Poetry-Slam-Programm wird gut angenommen und ist stets ausverkauft.

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Kann man aus diesem treuen Publikum Kapital schlagen?

Spangenberg Wir möchten die MAP-Besucher davon überzeugen, dass es sich lohnt, Mitglied in unserem Verein zu werden. Wenn 4000 bis 5000 Menschen Jahr für Jahr zum MAP kommen und nur zehn Prozent davon MAP-Mitglieder werden, wäre das Festival zwar keineswegs gesichert, aber es wäre eine gute zusätzliche Basis. Die Mitgliedschaft kostet 15 Euro im Jahr, also nur wenig mehr als einen Euro pro Monat.

Was muss man tun, um Mitglied im Verein MAP Rheinberg zu werden?

Spangenberg Wir haben die Internetseite mitglied.map-festival.de eingerichtet. Wer darauf geht, kann sich online registrieren lassen. Nach den ersten beiden Tagen haben wir schon 25 neue Mitglieder gewonnen. Ein guter Anfang. Wir hoffen, dass es noch mehr werden. Denn man muss es sich klar vor Augen führen: Momentan steht die Zukunft des MAP auf Messers Schneide.

Welche Rettungsmaßnahmen sind noch geplant?

Spangenberg Wir versuchen, neue Sponsoren zu gewinnen und werden Gespräche führen. Wir wollen Überzeugungsarbeit leisten. Uns schwebt vor, mittel- oder langfristige Abkommen mit Geldgebern zu treffen, weil wir dann mehr Planungssicherheit haben.

UWE PLIEN FÜHRTE DAS INTERVIEW

(RP)
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