Dörfliche Atmosphäre kommt an Budbergs Budenzauber feiert Jubiläum

Rheinberg-Budberg · Auch 40 Jahre nach seiner Entstehung lockte der Weihnachtsmarkt Budberg dank seiner beschaulichen Atmosphäre wieder Hunderte Besucher an. Unter dem Motto „Aus dem Dorf für das Dorf“ kommt der Erlös örtlichen Vereinen zugute.

In liebevoll geschmückten Holzhütten gab es eine Vielzahl an Handwerkskunst  und Geschenkideen zu bestaunen.

In liebevoll geschmückten Holzhütten gab es eine Vielzahl an Handwerkskunst  und Geschenkideen zu bestaunen.

Foto: Armin Fischer (arfi)

„Ich wünsche Euch, dass Ihr viele freundliche Menschen trefft, viel Spaß habt, und dass ordentlich was in die Kasse kommt“, sagte Rheinbergs Bürgermeister Dietmar Heyde bei der Eröffnung des Budberger Weihnachtsmarktes, der zum 38. Mal rund um die ehemalige Lindenschule und das heutige DRK-Heim stattfand. Ein Jubiläum galt es aber dennoch zu feiern, denn den urigen Weihnachtsmarkt mit dem Motto „Aus dem Dorf, für das Dorf“ hatte Franz Brucksch vor genau 40 Jahren ins Leben gerufen.

Auf die traditionelle Bimmelbahn musste der Verein „Niederrheinischer Weihnachtsmarkt Budberg“ allerdings schweren Herzens verzichten. „Die Bimmelbahn ist einfach nicht mehr durch den TÜV gekommen. Eine Reparatur lohnte nicht mehr, sodass der Besitzer sie abgeben musste“, erklärte der Vereinsvorsitzende Bernd Mußmann.

Mit 20 Anbietern konnten auch in diesem Jahr alle Holzhäuser besetzt werden, dazu lockten fünf vereinseigene Stände mit duftenden Leckereien das Publikum an. Und Franz Brucksch hat auch nach 40 Jahren noch Pläne: „Es wäre schön, wenn uns im kommenden Jahr jemand ein Kinderkarussell kostenlos zur Verfügung stellen könnte.“ Zum Budberger Weihnachtsmarkt gehört immer ein ansprechendes Bühnenprogramm. Für die richtige Stimmung sorgte gleich nach der Eröffnung der Kevelaerer Sänger Karl Timmermann, in dem er die Kinder des katholischen Kindergartens St. Marien Budberg durch einen Reigen bekannter Weihnachtslieder führte. Der Magier Marcus Grube verzauberte sein Publikum am Samstag, und am Sonntagnachmittag sorgte der Gospelchor Invitation für weihnachtliche Stimmung. Hoch her ging es am Samstagabend beim „Glühweintanz“ mit der Band String.

Apropos Glühwein: Den gab es, auch das ist eine lange Budberger Tradition, in den Farben Rot und Weiß. Rot von den Alpsrayer Jungschützen und Weiß von den Frauen der Pumpennachbarschaft Alte Obstwiese. „Wir machen das seit zehn Jahren, weil wir diesen Weihnachtsmarkt einfach immer wieder unterstützen möchten“, sagt Angie Schlosser.

So wie sie denken viele im Dorf, was besonders in der Cafeteria deutlich wurde: Rund 40 Torten und Kuchen haben Budberger gebacken und hergebracht. Betreut wurde das Café im ehemaligen Klassenzimmer von Susanne Schäfer und Kerstin Chatton. Beide sind zwar Mitglieder im Weihnachtsmarktverein, aber das ist für sie nebensächlich. Chatton: „Wir machen das mit Herz und Liebe. Wir sind hier viel mehr als ein Verein, wir sind eine Gemeinschaft. Und das schönste daran ist, dass das ganze Dorf mitmacht.“

Viele Vereine und Institutionen nutzten den Markt, um mit dem Verkauf von handgemachten Sachen etwas für sich zu tun. „Von dem Erlös gehen wir bowlen, spielen Minigolf oder fahren nach Oberhausen“, erzählte Verena Adams vom Jugendrotkreuz Orsoy. Helena Dohmen, Tom Reinerd und Noah Kohl wollen es im nächsten Jahr bei ihrer Abi-Party so richtig krachen lassen. Dafür haben sie Plätzchen gebacken bis die Ofen glühten.

Den etwas anderen Christbaumschmuck bot Imker Michael Conrad. An seinem Stand durften Kinder heißen Bienenwachs in Silikonformen gießen und erhielten nach einer kurzen Abkühlphase garantiert biologische Herzchen, Sterne oder Engel. Selbstverständlich gab es auch die Möglichkeit, Wachskerzen, Honig oder Met direkt vom Erzeuger zu kaufen. „Und das alles stammt von garantiert glücklichen Rheinberger Bienen“, versprach Conrad.

Echte Sammlerstücke hatte die Fußballabteilung des SV Budberg im Angebot. Alte Trikots mit den Aufdrucken der damaligen Sponsoren waren ein Renner. „Gerade unter den 18- bis 25-Jährigen sind die Retro-Trikots sehr beliebt, wir haben in den ersten beiden Stunden schon 30 davon verkauft“, sagte Vereinsmitglied Andreas Paul.

(erko)
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