Weihnachtsmarkt in Menzelen-Ost: An der Alten Schmiede werden Kinderwünsche wahr

Weihnachtsmarkt an Alter Schmiede : In Menzelen werden Kinderwünsche wahr

An der Alten Schmiede fand ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt statt. Besucher konnten bedürftigen Familien helfen.

Zu einem guten Weihnachtsmarkt gehört neben duftendem Glühwein und einer ansprechenden Budengasse auch das Ambiente. Genau das bietet der Verein für Geschichte und Brauchtum in Kooperation mit der Dorfwerkstatt Menzelen-Ost alljährlich an der Alten Schmiede an der Birtener Straße. Zur elften Auflage hatten die ehrenamtliche Helfer am vergangenen Wochenende einen aus 20 Ständen bestehenden weihnachtlichen Hobby- und Handwerkermarkt präsentiert, der seinesgleichen sucht.

Der Christbaum stand im beheizten Kuchenzelt und war mit 118 goldenen Sternen geschmückt. Jeder einzelne enthielt einen Weihnachtswunsch von Alpener Kindern. Die Sternschnuppen-Aktion des Kinderschutzbundes und der katholischen Kirchengemeinde St. Ulrich, Ortsausschuss Menzelen-Ost war von Beginn an ein Erfolg. „Nach zwei Stunden waren schon ein Drittel weg. Die Leute tragen sich in eine Liste ein, bekommen den Stern mit dem Wunsch und erfüllen ihn“, freut sich Ruth Terfloth.

Es sind oft die kleinen, kreativen Dinge, die Besucher faszinieren. Etwa die außergewöhnlichen Weihnachtskarten von Christiane Incani. „Die Anti-Stress-Karte war eine Idee meiner Tochter. Es kann herrlich entspannend sein, die Kügelchen der aufgeklebten Luftpolsterfolie platzen zu lassen“, erzählt die „Alpener Kartenfee“. Wem die Krippe unterm Baum nicht reicht, für den hatte Claudia Röös eine Alternative: „Das war mal eine Obstkiste. Ich habe sie bemalt, mit Moos gefüllt und darauf eine romantische Winterlandschaft mit Beleuchtung entstehen lassen.“

Imker Ralf Vincke nutzte den Hobbymarkt, um Eltern und Kindern anschaulich zu erläutern, wie Bienen ihre Waben anlegen. Dabei erfuhren die Besucher auch verblüffende Details. „Bienen waren früher kleiner. Dann haben Imker größere Waben vorgegeben, um mehr Honig zu gewinnen. Im Laufe der Jahre hat die Natur darauf reagiert und die Bienen größer werden lassen.“

Bei Petra Vogt durften Liebhaber von besonders ausgefallenem Schmuck getrost den Löffel abgeben. Die Alpenerin verwandelt Silberbesteck zu Ringen, eine Kuchenschaufel wird zum Armreif oder aus dem alten Teelöffel werden schicke Ringe. „Kunden geben ihren Suppenlöffel ab und bekommen ihn in Form von Ohrringen zurück“, versprach Petra Vogt.

Zum Aufwärmen zwischendurch bot sich das Kuchenzelt an. Die zahlreichen Torten und Blechkuchen waren Spenden aus dem Dorf. Sorgen um die gute Figur musste sich aber niemand machen, versicherte „Kuchenfee“ Anja Verpoort: „Die Kalorien haben wir vorher alle rausgefischt.“ Ein reichlich gedeckter Gabentisch lag in der Schmiede bereit. Über 500 tolle Preise von anspruchsvollen Holzarbeiten bis zur selbstgemachten Marmelade warteten auf glückliche Loskäufer.