Rheinberg: Wegweiser zum historischen Kern

Rheinberg: Wegweiser zum historischen Kern

Die Verwaltung hatte den Vorstoß der Grünen eher lapidar beantwortet. Die sprachen sich dafür aus, auf Hinweistafeln an den Straßen, die in die Stadt führen, den historischen Stadtkern als lohnendes Ziel aufzunehmen. Dazu bedürfe es aber Haushaltsmittel, das Einverständnis anderer Behörden und vermutlich die Unterstützung eines Fachbüros, so die Verwaltung eher abwehrend.

Doch im Ausschuss für Stadtmarketing traf der Vorschlag den Nerv aller anderen Fraktionen. Einstimmig erteilte der Ausschuss der Verwaltung den Auftrag, Vorschläge zu machen, wie die werbende Idee rund um Rheinberg umgesetzt werden kann. Dabei soll auch die Autobahn als vielbefahrene Werbebande nicht ausgespart werden.

Im Stadthaus soll man nun mit den zuständigen Fachbehörden Kontakt aufnehmen und Voraussetzungen klären. Auch die Kosten sollen ermittelt werden, um Geld in den Haushalt einzustellen und spätestens im nächsten Jahr Taten folgen zu lassen.

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Ralf Winstroth nannte die Wegweiser ins schmucke Herz der Stadt "kreativ, sparsam und einfach". Edeltraud Hackstein (FDP) fand die Idee klasse, die Umsetzung "längst überfällig". Klaus Wittman (CDU) fand den Vorschlag "nicht negativ", wunderte sich aber, weil seine Fraktion in der Haushaltsberatung mit einem ähnlichen Vorstoß auf Widerstand gestoßen sei. Michael von Parzotka-Lipinski (SPD) blieb skeptisch: "Alter Wein in neuen Schläuchen." Den Gedanken habe er vor Jahren schon vorgetragen, damals noch als Linker. Passiert sei nichts.

(bp)
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