Umsetzung in Alpen Waldkindergarten informiert über den Stand der Planungen

Alpen · Der Umsetzung des Waldkindergartens steht kaum mehr etwas im Wege. Die Resonanz aus der Gemeinde ist da und die Standortfrage geklärt. Dennoch müsse bis zur Eröffnung im April noch einiges getan werden.

 Im April soll der Waldkindergarten eröffnet werden.

Im April soll der Waldkindergarten eröffnet werden.

Foto: Ridder

„Wir befinden uns immer noch im Baugenehmigungsverfahren“, erklärt Carlo Ridder, Vorsitzender des Waldkindergartens, die aktuelle Entwicklungsphase. Die Gemeinde Alpen stellte dem Verein eine Reihe von Forderungen, die nun nach der Reihe abgehakt werden.

Darunter zählen zum einen infrastrukturelle, zum anderen ökologische Maßnahmen. So ist beispielsweise die Schaffung von genügend Parkplätzen und einem direkten Rettungsweg bis kurz vor den Bauwagen, in dem die Kinder essen und sich aufwärmen werden, notwendig. „Das alles verstehen und unterstützen wir natürlich“, ergänzt Ridder.

Für den Erhalt der Artenschutzvielfalt des Waldes werden im Vorfeld Brutvogel-, Baum- und Höhenkartierungen angefertigt. Das diene dazu, um genau festzuhalten, auf welchem Stand der Wald vor der Kindergartengruppe war. „Wir wollen den Lebensraum der Tiere nicht gefährden“, ergänzt Ridder. Für sauberes Quellwasser muss auch noch ein Kanalanschluss her.

Die abzuarbeitende Liste ist lang. Dennoch ist Ridder positiv gestimmt: „Wir haben bereits 13 Anmeldungen. Aber wir wollen noch weitere interessierte Eltern und Kinder erreichen.“ Für den Anfang startet die Gruppe an Ostern mit 15 Kindern und drei Erziehern. Nach und nach sollen mehr Kinder in die Gruppe integriert werden. Für das zweite Halbjahr 2019 seien noch einige Plätze frei. Der Vereinsvorstand bietet am Samstag, 27. Oktober, ab 15.30 Uhr in der Gaststätte Zum Dahlacker in Alpen eine Inforunde an. „Wir suchen den offenen Dialog mit den Nachbarn und wollen auch auf Sorgen und Skepsis eingehen. Die Menschen hier sollen uns und unseren Verein kennenlernen“, fügt Ridder hinzu.

Am 15. November findet die nächste Jahreshauptversammlung statt. Davor soll der fertige Bauantrag eingereicht sein. „Wir können bei dem Prozess auf unserer Erfahrungen zurückgreifen, die wir in Xanten gesammelt haben“, führt Ridder fort. Denn der Verein, der offiziell noch „Waldkindergarten Xanten“ heißt, wollte zuerst in Xanten-Birten sesshaft werden. Dabei sind die Verantwortlichen jedoch an den Auflagen der Behörden gescheitert. In Alpen sei seit der ersten Sekunde Interesse für das Konzept des Waldkindergartens bekundet worden und die Gespräche verliefen positiv. „Unser Weg ist sehr dynamisch und voller Energie“, betont Ridder euphorisch.

(juw)