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Rheinberg: "Vox Belarus" - Stimmen mit Gänsehaut-Feeling

Rheinberg : "Vox Belarus" - Stimmen mit Gänsehaut-Feeling

Zum Abschiedskonzert lud das Vokal-Ensemble "Vox Belarus" in die Evangelische Kirche Rheinberg ein. Das stimmgewaltige Ensemble aus Minsk hat eine 14-tägige Tournee hinter sich, und hat - wie in Rheinberg - überall für Begeisterung gesorgt.

Bereits bei der Ankündigung verriet Rheinbergs Kirchenmusiker Michael Wulf-Schnieders, dass er für Gänsehautfeeling garantieren könne. "Ich habe das Ensemble bereits während der Proben erlebt", meinte er zum Publikum.

Das siebenköpfige Ensemble nutzt die Kirche als Konzertraum, kurze Ankündigungen zu den einzelnen Beiträgen liefert Valery Haplichnik. Zunächst sind es fünf orthodoxe Gesänge, "die bei uns im Abendgottesdienst gesungen werden", erzählte der Baritonsänger. Eine Art Eisbrecher, der es in sich hat. Wenig später erklingt das Wolga-Lied, mit all seiner Sehnsucht, die der Komponist Franz Lehar seiner Operette "Der Zarewitsch" mit dem Dreiklang "Mensch, Sehnsucht, Heimat" mitgegeben hat. Danach sind weitere weltbekannte Lieder wie das "Ave Maria" von Franz Schubert zu hören. "Ich bete an die Macht der Liebe" folgt.

Die Moerserin Petra Hinkelmanns hat die verschiedenen Auftritte für Vox Belarus gemanagt. Das Ensemble ist sowohl in europäischen Ländern unterwegs wie eben jetzt im Ruhrgebiet und am Niederrhein. Die Stimmen faszinierten, in der Kirche entwickelten sie eine ganz eigene Dynamik.

Das Besondere des Vokal-Ensembles ist, "dass wir ausgebildete Konzertstimmen hören, die die Balladen, Liturgien, Operettenstücke und Lieder aus Weißrussland so klangvoll machen. Das Publikum nimmt die Stimmung in sich auf", so Hinkelmanns. Valery Haplichnik moderierte das Konzert, das nach der Pause an Fahrt aufnahm.

Waren im ersten Teil liturgische Gesänge und Operetten zu hören, so begeisterten danach Volksweisen und Kosakenlieder. Nach dem Konzert mit Zugaben brachen die Sänger sofort zur Heimreise auf. Aber es soll ein Wiedersehen geben.

(sabi)