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Vorschläge für die Gestaltung des Willy-Brandt-Platzes liegen auf dem Tisch

Stadtentwicklung in Alpen : Fünf Ideen für den Willy-Brandt-Platz

Nach der Präsentation der Investoren ist jetzt die Jury an der Reihe. Ein klarer Favorit ist noch nicht erkennbar.

Die Jury hat gut daran getan, allen fünf Investoren, die ihre Bewerbung zur Gestaltung des Willy-Brandt-Platzes in Alpen abgegeben haben, die Bühne im Pädagogischen Zentrum für rund 20 Minuten zu überlassen. So konnten sich die knapp 200 Besucher ein Bild machen von den Ideen. Auch wenn sicher viele Fragen offen blieben, ein Favorit kaum auszumachen war, sind die meisten wohl mit dem guten Gefühl nach Hause gegangen, dass am Ende etwas Gutes herauskommen kann. Die Büros stellten sich in alphabetischer Reihenfolge vor. In der Folge sollen die konkurrierenden Entwürfe schlaglichtartig skizziert werden.

ITG, Düsseldorf Das Büro, war als Solist schon beim ersten Anlauf dabei. Es hat zweifellos große Erfahrungen mit Einzelhandelsprojekten und der „Nutzung von Flächen on top“. Der Vortrag blieb ein wenig zu lange bei den Referenzprojekten stecken. Die Kernpunkte für Alpen: Tiefgarage für Bewohner und Beschäftigte (65 Plätze), Vollsortimenter im Erdgeschoss, eingehauste Warenanlieferung abseits der vorhandenen Bebauung, Wohnen mit Blick ins Grüne, soziales Wohnen möglich.

K Invest, Peter Werle, Alpen Das „LindenQuartierAlpen“ mit 100 Prozent gefördertem Wohnraum, Tiefgarage mit 49 Plätzen, Anlieferung des Vollsortimenters (Rewe) eingehaust, begrünte Dächer, Staffelgeschoss – nicht so wuchtig, Ladestationen für E-Motoren, Greenbuilding-Standard mit Blockheizkraftwerk.

Procom Invest, Hamburg Das bundesweit agierende Familienunternehmen will sich mit zwei Wohngebäuden (zwölf unterschiedlich große, barrierefreie Sozialwohnungen) verträglich dem Wohnumfeld anpassen. Grüne Dächer, begrünte Fassaden, Baumaterial Holz, Blockheizkraftwerk lauteten die Stichworte, die Nachhaltigkeit betonen.

Salia GmbH, Eling-Architekten, Wesel Schaffung einer „Torsituation“ durch ein Kopfgebäude an der Lindenallee Höhe Volksbank, kleinteilige Bebauung der Fläche mit zwei Wohngebäuden (28 Wohnungen), umlaufende Arkaden um den Vollsortimenter (Rewe), schnörkellose Architektur mit „klarer Kante“, viel Glas und „Zäsuren“ – eine moderne Interpretation alter niederrheinischer Backsteinbauten.

Schoofsgruppe, Kevelaer Kernsatz: „Wir wollen unser Qualitätsversprechen einlösen.“ Dazu sollen bläulich schimmernder Backstein und viel Licht beitragen. Auch hier gesellen sich zum Vollsortimenter zwei Wohngebäude, eins abknickend. Anlieferung ebenfalls eingehaust. Grünfläche im Obergeschoss als Begegnungsraum mit freiem Blick auf die Kirche St. Ulrich. Energetisch optimierte Bauweise. Der Planer zeigte eine bewegte Animation bis hinein an die Fleischtheke.

So geht’s weiter
Die Jury wählt jetzt zwei Konzepte aus. Die Finalisten dürfen nachjustieren. Da geht’s sicher auch um den Kaufpreis fürs Grundstück. Da gibt es, so Bürgermeister Thomas Ahls, eine beachtliche Spanne. Anschließend wird die Jury einen Favoriten küren. Der Rat hat dann das letzte Wort.