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Volkshochschule: VHS wünscht sich Medien-Wohnzimmer

Volkshochschule : VHS wünscht sich Medien-Wohnzimmer

Verbandsversammlung: Kursteilnehmer springen wegen der schlechten Ausstattung von Unterrichtsräumen ab.

Deutschkurse sind nach wie vor der Renner im Programm der Verbandsvolkshochschule für Rheinberg, Alpen, Sonsbeck und Xanten. Durch die vielen Flüchtlinge machten Deutschkurse rund 50 Prozent des Gesamtangebots aus. „Das ist inzwischen ein bisschen weniger geworden“, sagte VHS-Leiter Jens Korfkamp in der Sitzung der Verbandsversammlung am Montagabend im Forum des Rheinberger Amplonius-Gymnasiums.

Wichtiger war Korfkamp allerdings ein anderer Hinweis: „Im Bereich der allgemeinen Sprachkurse stellen wir einen spürbaren Rückgang fest. Das hat auch mit den Lernorten zu tun, die wir anbieten können, die nicht mehr den Vorstellungen der Teilnehmer entsprechen.“

Viele VHS-Dozenten unterrichten in Schulklassen. Die Räume seien auf Schüler im jugendlichen Alter abgestimmt, nicht aber auf die Bedürfnisse Erwachsener. Korfkamp: „Anders als der Schulbesuch von Kindern und Jugendlichen ist Erwachsenenbildung freiwillig. Und wenn es für sie nicht passt, bleiben sie als Teilnehmer weg.“ Diese Beobachtungen deckten sich mit dem Beschwerdemanagement der Volkshochschule. „Wobei man sagen muss: Rückmeldungen bekommen wir von denen, die noch nicht abgesprungen sind. Die, die schon mit den Füßen abgestimmt haben, kommen ja gar nicht mehr in unsere Kurse.“

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Es muss also etwas geschehen. Deshalb schlugen Korfkamp und seine Kollegen vor, den voraussichtlichen Überschuss dieses Jahres in Höhe von etwa 107.000 Euro zu investieren. In den vergangenen Jahren hatte die Verbandsversammlung stets beschlossen, diese Gelder anteilmäßig an die Kommunen zu überweisen. Jens Korfkamp: „Wir würden dieses Geld gerne in die Ausstattung von Unterrichtsräumen investieren.“

Es fehle an neuen Medien. Smartboards und Beamer sind heute angesagt, Tafel und Flipcharts sind „out“. Allerdings sei es so, dass nicht alle Kursleiter digitale Medien einsetzten, einige arbeiteten noch konventionell. Die Verbandsversammlung nahm den Vorschlag wohlwollend zur Kenntnis. Welche Räume ausgestattet werden sollen, stehe noch nicht fest. Sandra Bree, Fachbereichsleiterin im Xantener Rathaus, regte an, nicht das ganze Geld in Rheinberg zu investieren, sondern auch Sonsbeck, Alpen und Xanten zu berücksichtigen. Gerne, erwiderte Korfkamp. Allerdings sei das davon abhängig, ob die Kommunen der VHS Räume zur Verfügung stellten.