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Vandalismus in Alpsray: Trägerverein will Spielplatz aufgeben

Skate- und Basketballanlage in Alpsray : Vandalismus: Trägerverein will Spielplatz aufgeben

Zum wiederholten sind die Skate- und Basketballanlage am Bürgerzentrum an der Alpsrayer Straße beschädigt und beschmiert worden. Nun will der Trägervereins Konsequenzen ziehen: „Wir haben die Nase voll.“

Zum wiederholten Male haben bisher unbekannte Täter die Skate- und Basketballanlage des Trägervereins Bürgerzentrum Alpsray an der Alpsrayer Straße mutwillig zerstört und beschmiert. Wie Hans-Peter Götzen, Vorsitzender des Vereins, sagte, sei das Häuschen, in dem Spielgeräte aufbewahrt werden, mit Farbe beschmiert und der Basketballkorb aus der Verankerung gerissen worden. Erst vor zwei Jahren hatte der Trägerverein junge Künstler gebeten, das Häuschen mit bunten Motiven zu verschönern. Götzen: „Es nützt alles nichts, immer wieder wird alles kurz und klein geschlagen. Wir haben jetzt die Nase voll und überlegen, einen Antrag zu stellen, dass die gesamte Anlage abgebaut wird. Wir haben schließlich auch die Beriebssicherungspflicht. Und wir haben einfach nicht das Geld, um jedes Jahr 1000 oder 2000 Euro in die Reparaturen zu investieren.“ Für die Kinder und Jugendlichen, die den Platz nutzten, ohne alles zu zerstören, tue es ihm leid. Götzen: „Sie müssen darunter leiden, dass andere sich nicht benehmen können.“

Im Prinzip bleibe auf dem Platz nichts heil. Mal würden Türen herausgerissen, dann werde wieder alles beschmiert. Selbst zum Sitzen gedachte, U-förmige Betonsteine würden kaputt gemacht, Sitzbänke abgefackelt, zersägt oder zerschlagen. „Das Spiel heißt offensichtlich: Wir kriegen alles kaputt“, so der Vereinschef. Eine Anzeige bei der Polizei hat der Verein diesmal nicht gestellt. Götzen: „Das ist müßig. Die Polizei kann da auch nichts machen. Und nach zwei Wochen bekommt man ein Schreiben, indem mitgeteilt wird, dass das Verfahren eingestellt wird. Seit rund 20 Jahren stellt der Trägerverein am Bürgerzentrum die Spiel- und Sportanlage zur Verfügung. Es sei einfach nur traurig zu sehen, wie damit umgegangen werde.