Alpen: Urlaub in Alpen

Alpen heißt ab sofort das neue Ziel für Reisemobilisten, wenn sie zur Tour an den Niederrhein starten. Der neue Platz an der Burgstraße in Höhe des Vereinsgeländes des SV Viktoria bietet elf Plätze.

Elf nagelneue Stellplätze für Reisemobile an der Burgstraße — ein langgehegtes touristisches Projekt der Gemeinde ist endlich in Erfüllung gegangen. Der Platz wurde gestern eröffnet. Finanziert wurde er mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket und ist nicht privater Trägerschaft, sondern wird von der Gemeinde Alpen betrieben. "Gut investiertes Geld, das in Alpen bleibt. Ich denke, wir haben eine ideale Lösung gefunden", sagt Alpens Bürgermeister Thomas Ahls bei der Eröffnung.

Erfahrung mit einem solch touristisch genutzten Platz hat die Gemeinde bislang noch nicht. Sie wird von den Eheleuten Dammertz beraten, die an verschiedenen Orten am Niederrhein Stellplätze betreiben. "Die Branche boomt nach wie vor", sagt Fachmann Michael Dammertz.

Petra Romba, bei der Gemeinde zuständig für den touristischen Bereich, setzt auf eine gute Auslastung des Platzes, auf die Reisefreudigkeit auch aus dem benachbarten Niederlanden. Die verschiedenen Ausflugsziele sind interessant wie auch das ausgebaute Radwandernetz mit Alpentour, Herrensitz- und Niederrheinroute. Auch die unmittelbare Nähe zu Xanten dürfte für die Gäste verlockend sein. Abwarten und Erfahrungen sammeln, heißt das Motto für diese Saison. Die Präsenz auf Messen und in Fachzeitschriften wird zur Bekanntheit des neuen Platzes beitragen. Die Gemeinde kommt damit der der vom Kreis favorisierten Linie nach. In absehbarer Zeit "könnte jede Kommune einen Stellplatz für Reisemobilisten haben", ist sich auch Thomas Jansen, Wirtschaftsförderer in Alpen, sicher.

Der Blick in die Branche sorgt für weitere Bestätigung. Die Zulassungen für die "rollenden Wohnzimmer" steigen weiterhin und übertreffen um 37 Prozent die Zahlen des letzten Frühjahres. Auch Bürgermeister Thomas Ahls gehört in den Kreis der Reisemobilisten. "Alpen bietet den Tourismus der kurzen Wege", sagt Thomas Jansen. Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe zum Gelände an der Burgstraße sorgen für weitere Pluspunkte. Der Ortskern mit seiner Geschichte ist für Niederländer interessant, wie CDU-Ratsherr Günter Helbig beobachtet hat. Die Fürstin Amalie hat es den Niederländern angetan wie auch Brederode, der in Alpen begraben ist.

Formalitäten

Mit zu der guten Lösung vor Ort zählt, dass Wolfgang Kottwitz, zuständig für die Gastronomie im Tennisverein, Anlaufstelle für die Reisenden ist. Er kümmert sich als Platzwart um die nötigen Formalitäten.

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(sabi)
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