Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie stellt Info-Truck vor

Alpen : Metall- und Elektroindustrie wirbt mit Info-Truck um Nachwuchs

Das doppelstöckige Gefährt hat Station gemacht bei IMI Norgren in Alpen. Schüler bekommen in Theorie und Praxis direkte Einblicke in vielfältige Berufsbilder der Unternehmen.

Wie lassen sich Informationen aus der Branche der Metall- und Elektroindustrie an Schulklassen jugendgerecht vermitteln – so eben, dass sie am Ende auch tatsächlich ankommen? Wie eine innovative Berufsorientierung sich heute aufstellt, haben die Jugendlichen der Klassen sieben bis zehn der umliegenden Schulen bei ihrem Besuch am Alpener Standort von IMI Precision Engineering Norgren gerade erlebt. Drei Tage lang machte dort ein aufwändig gestalteter zweistöckiger Truck Station und lud dazu ein, verschiedene Berufsbilder aus der Metall- und Elektroindustrie kennenzulernen.

Neben den Infos vom Expertenteam lief an Bord des Trucks viel über den direkten Kontakt mit der Fräsmaschine. Zusätzlich servierte ein mannshoher Touch-Monitor die beruflichen Inhalte der verschiedenen industriellen Professionen. Für Nicole Mähringer, HR Business Partnerin IMI Precision Engineering, macht der Truck ein spannendes Angebot an Jugendliche, die sich beruflich orientieren. „Sie erleben hier Theorie mit Praxis und bekommen so einen direkten Einblick. Teilnehmende haben sich bereits über ein Praktikum und mögliche Ausbildungsberufe informiert.“

Dass sich die Metall- und Elektroindustrie mit ihren Berufsbildern auch im digitalen Zeitalter rasant verändert hat, ist zwar bekannt. Doch zu oft noch bestimme die überlieferte, alte Berufswelt mit Klischees das Bild in der Öffentlichkeit und so auch das von vielen Jugendlichen, die auf den Ausbildungsmarkt kommen. „Wir bieten in unserer Branche Vielfalt und verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten bis hin zum dualen Studiengang. Vielfalt, von denen Jugendliche oft gar nichts wissen“, sagt Claudio Schmickler, Berater im Truck. Außerdem sei die Ausbildungsvergütung „überaus attraktiv“.

Stellten den Truck vor (v.l.): Astrid Holzhausen von der Unternehmerschaft Niederrhein, IMI-Ausbilder Florian Otter, IM-Personalreferentin Nicole Mähringer und Berater Uwe Slosinski. Foto: Fischer, Armin (arfi)

Immer wichtiger werde daher das Gespräch, wie Norbert Finmans von Norgren betonte. Wenn ein Mädchen erkläre, der metallverarbeitende Beruf gehöre nicht in ihre berufliche Vorstellung, müsse diese Einstellung akzeptiert werden. „Wenn dann allerdings die Sprache auf unsere Ausbildung zur Industriekauffrau kommt, sieht die Welt meist anders aus“, so Finmans Erfahrung.

Vor allem mit der beruflichen Situation am Standort Alpen konnten Ausbilder Norbert Finmans, Florian Otter und Ulrich Jansen bei den Besuchergruppen punkten. Für das nächste Ausbildungsjahr beispielsweise bietet das Unternehmen Ausbildungsplätze in Bereichen wie Fachkraft für Lagerlogistik, Zerspanungs- und Industriemechaniker, Fachkraft für Metalltechnik in verschiedenen Fachrichtungen an.

Bewusst knüpft die Unternehmerschaft Metall- und Elektroindustrie Niederrhein an die bildungspolitische Maßgabe „Kein Abschluss ohne Anschluss“ an. Sie setzt ein deutliches Zeichen für die Ausbildung von Fachkräften in Deutschland. „In unserer Region sitzen weltbekannte und bedeutende Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie. Sie brauchen Fachleute und sind sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für die nachwachsende Generation bewusst. Die Ausbildungsbereitschaft ist groß“, sagt Astrid Holzhausen von der Unternehmerschaft Metall- und Elektroindustrie Niederrhein.

Über vier Millionen Beschäftigte, darunter 200.000 Auszubildende, sind in der Branche tätig. In Nordrhein-Westfalen sind es 700.000 Beschäftigte in 5700 Betrieben, die im vorigen Jahr 40.000 Schulabgängern den Berufseinstieg ermöglicht haben. Bundesweit rollen zehn Info-Trucks durch die Städte und Gemeinden.

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