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Unternehmer aus Rheinberg, Alpen, Xanten und Sonsbeck gründen Verband

Leader-Projekt : Unternehmer schließen sich zusammen

Xanten, Rheinberg, Sonsbeck und Alpen wollen mit einem Wirtschaftsnetzwerk ihre Kräfte bündeln. Nun wurde ein mögliches Konzept vorgestellt.

Die Kommunen Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten können als Leader-Region: „Niederrhein: Natürlich lebendig!“ Projekte in den vielfältigsten Themenbereichen anstoßen. „Das Jahr 2019 war sehr erfolgreich. Der Schwerpunkt der Projekte lag im Bereich Kinder und Jugendliche“, erklärte die Regionalmanagerin Beate Pauls. Künftig soll auch die Wirtschaft davon profitieren. Im Rheinberger Stadthaus fand nun die Auftaktveranstaltung für Unternehmen zur Gründung des „AAN – Aktive Unternehmen am Niederrhein“ statt.

Vorbild und Ideengeber ist der seit 40 Jahren bestehende münsterländische Unternehmensverband AIW. Dessen Vorstand war nach Rheinberg gekommen, um die rund 30 führenden Vertreter aus der lokalen Politik und Wirtschaft über seine Erfahrungen zu informieren. Xantens Bürgermeister Thomas Görtz wies in seiner Begrüßung auf die grundsätzlichen Absichten des anvisierten Vereins hin: „Wir wollen keine Parallelstrukturen schaffen, sondern vorhandene Strukturen ergänzen. „Ich würde mich freuen, eine bunte Mischung an Branchen dabei zu haben. Als Kommunen wollen wir vorangehen und dem Verein beitreten.“

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Andreas Brill, Geschäftsführer des münsterländischen Verbandes, erläuterte im Anschluss die grundlegenden Vorteile einer solchen Vereinigung. Dabei fiel immer wieder das Wort „Netzwerk“. Der Erfahrungsaustauch über Branchen- und Unternehmensgrößen hinweg steht im Mittelpunkt. Daneben spielt auch Lobbyarbeit eine nicht zu unterschätzende Rolle. Brill erklärte: „Der Verband bündelt Interessen und versucht sie im Austausch mit Politik und Verwaltung zu verdeutlichen. Wir wollen Ansprechpartner sein, auch wenn mal etwas schiefgelaufen ist.“

Der Apotheker in einem Verein mit dem Landmaschinenhersteller: Was auf den ersten Blick widersinnig erscheint, kann durchaus Sinn ergeben. Denn von der Digitalisierung bis zum Fachkräftemangel überschneiden sich Themenfelder durchaus branchenübergreifend. Der Verein als Bindeglied biete rund 100 Fachveranstaltungen jährlich an. „Wenn Sie einen eigenen Verein gründen, dürfen Ihre Mitglieder unsere Veranstaltungen kostenlos besuchen. Wir hoffen, dass niederrheinische Unternehmen vom Austausch mit westfälischen Unternehmen profitieren und umgekehrt“, sagte Brill an die Vertreter aus den vier Kommunen. Neben Seminaren und gemeinsamen Kongressen würden auch immer wieder Interessengruppen ins Leben gerufen. So träfen sich Personalverantwortliche oder Datenschutzbeauftragte unterschiedlicher Branchen zum Informationsaustausch, so Brill. In lokalen Arbeitsgruppen würden zudem Themen behandelt wie die Belebung der Innenstadt und des Einzelhandels oder geeignete Imagemaßnahmen.

Der niederrheinische Ableger des Verbandes soll nach Wunsch der Westfalen eine Art Schwesterverein mit gleicher Satzung werden. Darin verankert ist nicht nur parteipolitische Neutralität, sondern auch ein Höchstmaß an Transparenz. Vorstandssitzungen etwa sind grundsätzlich offen für alle Mitglieder. Das Interesse der Gäste machte deutlich, dass einer Vereinsgründung Anfang kommenden Jahres nichts im Wege stehen dürfte. Der Sitz der Geschäftsstelle soll in Xanten sein. Die Kosten für die Halbtagsstelle übernimmt der Verein.