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Umzug in Rheinberg: Grundschule rückt zusammen

Umzug in Rheinberg : Grundschule rückt zusammen

176 Jungen und Mädchen werden ab sofort im Schulgebäude an der Grote Gert am Annaberg unterrichtet – auch die, die bisher den Standort Schulstraße besucht haben. Der Umzug hat das Kollegium und die Betreuer in Atem gehalten.

Die Gemeinschaftsgrundschule Rheinberg mit den Standorten Schulstraße in der Innenstadt und Grote Gert am Annaberg ist Geschichte. Ab Mittwoch werden die Kinder in der Grundschule am Annaberg unterrichtet – im Gebäude an der Grote Gert 40. Jedenfalls die Zwei-, Dritt- und Viertklässler. Die 37 i-Dötzchen werden erst am Donnerstag begrüßt.

„Am Mittwoch werden sich die Kinder zunächst auf dem Schulhof versammeln, dann werden sie von den Lehrern abgeholt und in die Klassen geführt“, sagt Konrektorin Petra Engeln. Mit „Wir sind Kinder einer Welt“ wird ein passendes Lied gesungen. Und dann kann der Schulbetrieb unter neuen Vorzeichen losgehen. „Wir sind froh, dass wir jetzt eine Schule an einem Standort sind“, unterstreicht Schulleiterin Dorothee Menges-Wilms. „Das bedeutet für uns: ein geringerer organisatorischer Aufwand, weniger Fahrerei, weniger Telefonate. Bisher hatten wir ja alles in doppelter Ausführung.“ Aber zunächst einmal musste der Umzug gestemmt werden. Ein Wahnsinnsaufwand. Vergleichbar mit einem Paar, das zusammenzieht und aus zwei Hausständen einen macht? „Ja, so kann man das sagen“, sagt Menges-Wilms. Während des zurückliegenden Schuljahres sei schon unentwegt geplant, organisiert, vorbereitet worden. Als die Sommerferien begannen, folgte dann der eigentliche Umzug und die Packerei. „Danach mussten wir die Arbeit aber erst einmal unterbrechen, weil die Stadt die Bergschäden am Schulgebäude beheben musste“, erinnert sich die Rektorin.

Der Annaberg ist nach wie vor von den Folgen des Steinkohlebergbaus betroffen. In der Schule hatten Wände Risse, die verpresst werden mussten. Ein großer Aufwand. „Die betroffenen Räume sind jetzt aber tiptop renoviert“, beschreibt Konrektorin Engeln. Hinzu kam, dass die Schule während des dreiwöchigen Ferienalarm-Zirkus-Projekts für das Rahmenprogramm genutzt wurde. 110 Kinder und entsprechend viele Betreuer bevölkerten pro Woche das Gebäude und sorgten für ein ziemliches Gewusel.

Menges-Wilms: „Dadurch konnten wir erst vor einer Woche richtig anfangen.“ Will sagen: Das komplette Kollegium – Schulleiterin, acht Klassenlehrer, drei Sonderpädagogen, Integrationshelfer sowie das Team der Offenen Ganztagsbetreuung – ist jeden Tag im Einsatz. Einpacken. Auspacken, einräumen, neu planen, was kommt wohin, was fehlt noch – es müssen tausend kleine Dinge geregelt werden. „Der Vorteil“, so fasst es Engeln zusammen, „ist, dass wir bei der Gelegenheit mal richtig ausmisten
konnten.“

Nun freut sich das Kollegium darauf, dass es endlich losgeht und die 176 Jungen und Mädchen im neuen Schuljahr das Schulleben genießen können. Wobei den Kindern aus der Stadtmitte, die fortan mit dem Bus zum Annaberg fahren, noch ein Bus-Training bevorsteht.

Die Offene Ganztagsbetreuung unter der Leitung von Sozialpäda­gogin Ute van Hauten stehen nun ein Klassenraum und zwei Pavillons auf dem Schulhof für die Betreuung von mehr als 100 Kindern zur Verfügung. Mehr Platz wäre schön gewesen. „Aber das kriegen wir hin“, sagt van Hauten.