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Dreifachturnhalle in Rheinberg: „Turnhalle hat höchste Priorität“

Dreifachturnhalle in Rheinberg : „Turnhalle hat höchste Priorität“

2020 soll das Gebäude stehen. Sportausschuss sorgt sich: Ist der Zeitplan zu halten?

Der Bau einer Dreifachturnhalle auf dem TuS-08-Gelände ist beschlossene Sache. Beschlossen ist auch eine Funktionalausstattung; die Durchführung soll an einen Generalunternehmer gegeben werden. 2020 soll die Halle zur Verfügung stehen, weil sie insbesondere für den Schulsport benötigt wird. Die Europaschule bietet ihren Schülern ein Sportabitur an.

Im Sportausschuss war die Frage aufgekommen, ob der Termin 2020 noch zu halten sei; man habe den Eindruck, die Verwaltung begründe eine zeitliche Verzögerung mit fehlendem technischen Personal (wir berichteten). Eine solche Verknüpfung, so die Auffassung im Ausschuss, könne man wegen der beschlossenen Vergabe an einen Generalunternehmer nicht akzeptieren.

Dieter Paus, Technischer Beigeordneter, geht davon aus, dass die Halle 2020 zumindest im Bau sein wird. Ob der Zeitplan eingehalten werden könne, lasse sich jetzt noch nicht genau sagen, die Halle habe aber höchste Priorität. „Auch wenn ein Generalunternehmer beauftragt wird, gibt es erhebliche Vorarbeiten für die Verwaltung“, so Paus. „Anders als bei einer normalen Ausschreibung, die schrittweise erfolgt, muss in diesem Fall alles zu Beginn fertig sein.“ Seine Mitarbeiter arbeiteten am Limit, sie seien unter anderem damit befasst, zurückgestellte Arbeiten aus dem Jahr 2016, aus dem Projekt „Gute Schule 2020“ und für den neuen Kindergarten Ossenberg, zu erledigen. „Ohne Manpower geht es leider nicht“, so der Baudezernent.

Erfreulicherweise habe der Rat auf die prekäre Personalsituation reagiert und die Voraussetzungen für eine neue Architektenstelle geschaffen. Nur: Bisher fand sich niemand Drei Ausschreibungen verliefen im Sande. Jetzt, beim vierten Mal, zeichne sich ein gutes Ende ab. Möglicherweise gibt es also bald einen dritten Architekten im Stadthaus. Qualifizierte Mitarbeiter für den technischen Dienst zu finden, sei generell ein Problem – „nicht nur in der öffentlichen Verwaltung, sondern auch in der freien Wirtschaft. Es fehlt an Nachwuchs.“