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Rheinberg: Treffen alter Ami-Schlitten in Ossenberg

Rheinberg : Treffen alter Ami-Schlitten in Ossenberg

Elly Brandler vom Hotel / Restaurant "Pepperpot" initiierte das "1. US Car Meeting" am 24. August auf dem Schützenplatz.

Es geht um diesen einzigartigen Sound eines alten V8-Motors, um "Benzingespräche" und darum, Autos zu haben, "die noch aus echtem Blech gebaut sind und nicht aus Plastik", wie es Jürgen Wisgalla beschreibt. Der Kamp-Lintforter sieht aus wie ein Rock'n'Roller Marke 50-er Jahre und gehört zu den Initiatoren des Kreises US-Freunde Niederrhein. "Das ist ein ganz lockerer Zusammenschluss von Leuten, die sich in erster Linie für alte US-amerikanische Autos interessieren", so Wisgalla. Am Samstag kommender Woche, 24. August, veranstalten die Jungs das "1. US Car Meeting am Pepperpot" in Ossenberg. Ein Treffen für Besitzer alter Ami-Schlitten und solche, die für alte Fords, Chevys oder Cadillacs schwärmen.

Den Anstoß zu diesem Treffen gab Elly Brandler. "Miss Elly" liebt es amerikanisch, seit sie 13 Jahre alt ist. Die Alpenerin fährt einen Chevy Monza im Leoparden-Airbrush-Look, Baujahr 1978. Und trägt dazu einen passenden Rock. "Ich gehe davon aus, dass 50 bis 100 Autos hier auf dem Dorfplatz an der Kirchstraße zu sehen sein werden", sagt Elly Brandler, die zum Personal des Hotels und Restaurants "Pepperpot" in Ossenberg gehört. "Wenn das Treffen ein Erfolg wird", so Miss Elly, "dann kann ich mir vorstellen, dass wir das Treffen im nächsten Jahr noch größer aufziehen. Vielleicht auch mit Live-Musik."

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"Uns geht es nicht nur um die Autos", unterstreicht Jürgen Wisgalla. "Es geht auch um die Menschen dahinter. Es geht darum, Benzingespräche zu führen."

Auch Marc Derksen gehört zu den US-Freunden. Er fährt einen Ford F100 von 1953: ein Pick-up mit Fünf-Liter-V8-Motor, auf Hochglanz poliert. Noch verrückter ist der Ford von Stefan Lange, ein zum Hot Rod umgebauter Oldtimer aus dem Jahr 1930. Tiefer gelegt, aufgemotzt. Ein Hingucker. "Autos dürfen nicht von der Stange sein", sagt Stefan Lange auf die Frage, was die Faszination ausmacht. Die US-Freunde schwärmen von dem Zusammenhalt unter V8-Fahrern. "Man grüßt sich und wenn man mit seinem Wagen liegen bleibt, fahren deutsche Autos vorbei, die Amis halten an", so Elly.

Anders als oftmals angenommen sind die alten US-Cars gar nicht so teuer wie man meint – weder in der Anschaffung, noch im Unterhalt. "Mit H-Kennzeichen kostet die Steuer pro Jahr 196 Euro, ganz gleich, wie viel Hubraum das Auto hat", sagt Marc Derksen. Er baut regelmäßig US-Autos um und weiß, dass auch die Beschaffung von Ersatzteilen kein Problem darstellt. "Man bekommt alles", sagt er. Natürlich gibt es Stars unter den V8-Brummern. Ein Chevy von 1957 etwa oder ein Plymouth von 1956 – dafür muss man dann schon etwas mehr hinlegen.

Und wie kommt man solche Boliden? "Ganz viel läuft über Mund-zu-Mund-Propaganda", erklärt Jürgen Wisgalla, der sich wie die anderen auf den 24. August freut: "Wir hoffen, dass viele Auto-Fans kommen."

(RP)