Rheinberg: Teil der alten Mauer bei Solvay abgerissen

Rheinberg: Teil der alten Mauer bei Solvay abgerissen

Unternehmer Aaldering bereitet Zufahrt zu ehemaligen Desowag-Hallen vor. Die will er vermieten.

Ein Teil der alten Solvay-Mauer entlang der ehemaligen B 57 (Landstraße 137, Xantener Straße) zwischen Rheinberg und Ossenberg ist in den vergangenen Tagen abgerissen worden. Der Grund: Bald wird eine Zufahrt zum ehemaligen Desowag-Gelände angelegt. Das sagte gestern der Unternehmer Gerardus Aaldering auf Anfrage.

Aaldering hatte das 40.000 Quadratmeter große Grundstück vor einigen Jahren gekauft. Die Verwaltung seiner Unternehmensgruppe arbeitet seither in den ehemaligen Laborräumen. Zwischen dem verglasten Gebäude und dem Solvay-Werksgelände befinden sich alte Hallen. "Diese Hallen haben wir zum Teil schon vermietet, zum Teil sollen sie noch vermietet werden", sagte Aaldering gestern.

Insgesamt geht es um eine Hallenfläche von 13.000 Quadratmetern. Seit die 280 Meter lange Mauer abgerissen worden ist, hat man freie Sicht auf diese Hallen. Aaldering: "Jetzt kann man erst einmal sehen, wie schön und in welchem guten Zustand diese alten Backsteingebäude sind." Er freue sich, nun endlich eine Zufahrt anlegen zu können -, eine Zufahrt, die bis vor Jahrzehnten dort schon bestanden habe.

Aaldering sagte, eine Genehmigung dafür liege ihm vom zuständigen Landesbetrieb Straßen NRW vor. Der Auftrag zum Bau der Zufahrt sei bereits an ein Unternehmen gegangen, er hoffe, dass mit der Umsetzung bald angefangen werden könne. Aaldering verspricht sich durch die Zufahrt bessere Vermarktungschancen.

Die Steine der roten Backsteinmauer werde er nicht entsorgen, sondern wiederverwenden, versicherte der Unternehmer, dessen Immobilie im Bereich des Solvay-Industrieparks liegt. Deshalb mussten besondere Gutachten eingeholt werden.

Wer nun auf der Xantener Straße an dem Gelände vorbeifährt, wird sich an eine neue Optik gewöhnen müssen.

(up)