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Rheinberg: Tatzel setzt auf das Ehrenamt

Rheinberg : Tatzel setzt auf das Ehrenamt

Der CDU-Bürgermeisterkandidat in Millingen auf dem "Schwarzen Sofa"

Das aktuelle Thema des Abends lag auf der Hand. Das Sportstättenkonzept für Rheinberg bewegte viele der Besucher im Ulrichhaus, würde doch der SV Millingen nicht zu den drei Vereine gehören, deren Platzanlage auch in Zukunft noch städtisch gefördert werden soll. Für Frank Tatzel ein Thema, in dem er zuhause ist - schließlich ist er selbst Vorsitzender des TuS 08 Rheinberg. Und dass der demografische Wandel längst da ist und nicht mehr jeder Verein den riesigen Zustrom von Kindern und Jugendlichen verzeichnet, weiß er aus eigener Erfahrung. So hält er angesichts der finanziell schwierigen Lage der Stadt den Ansatz für richtig. Er betonte aber, dass diese Festlegung nicht zwangsläufig die Schließung von Sportplätzen bedeuten muss. Die Vereine hätten die Chance, sie in Eigenregie weiterzubetreiben.

Der Abend auf dem "Schwarzen Sofa" begann mit einer kurzen Vorstellung. Der 49 Jahre alte Mitarbeiter der Sparkasse am Niederrhein ist zwar in der Stadt wohlbekannt, als Kandidat gehört es aber dazu, noch ein wenig über sich zu erzählen. Sarah Stantscheff, Vorsitzende des CDU Ortsverbandes Rheinberg, ergänzte die Vorstellung mit persönlichen Nachfragen. Da ging es um die Unterstützung durch die Familie und die Art und Weise, wie Tatzel Entspannung findet. Erneut betonte er, dass die Kandidatur keine Einzelentscheidung sei, sondern mit seiner Frau und den Kindern abgesprochen sei und von allen getragen werde. Beim Joggen auf dem Deich in Wallach, auch wenn's keine große Strecke sei, könne er gut abschalten.

Auch nach der Würdigung des Ehrenamtes fragte Sarah Stantscheff. Der vielseitig engagierte Tatzel findet durchaus, dass dem Ehrenamt Anerkennung entgegen gebracht wird, etwa durch den Neujahrsempfang der Stadt, das Ehrenamtsforum der Sparkasse oder die Ehrenamtskarte. Trotzdem sieht er, dass es schwieriger wird, Ehrenamtliche zu finden, besonders wenn es nicht um projektbezogene, sondern um langfristige Verpflichtungen geht.

Um das Bürgerhaus Millingen ging's in der Publikumsrunde. Wenn die Vereine sich einig sind und es ein gutes Konzept gibt, steht Tatzel dahinter, den Erlös aus dem Verkauf des Grundstücks der Millinger Stadthalle in den Bau des Bürgerhauses einfließen zu lassen.

Frank Tatzels "Tournee" durch die Ortschaften geht weiter. Am Mittwoch, 27. Mai, steht das "Schwarze Sofa" um 19 Uhr im Bürgerhaus "Alte Feuerwache" in Budberg.

(RP)