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Rheinberg: Tanz und Lieder zum Abschied

Rheinberg : Tanz und Lieder zum Abschied

Die zweite Besuchergruppe aus Weißrussland verabschiedete sich gestern von den niederrheinischen Gastgebern vom Kinderhilfswerk Gomel. Als Dankeschön hatten die Mädchen und Jungen ein hübsches Programm einstudiert.

"Auf Wiedersehen" sagt man sich endgültig am Freitag. Aber schon gestern Nachmittag trafen sich die Mädchen und Jungen aus der zweiten Besuchergruppe des Kinderhilfswerk Gomel zur Abschlussfeier in der Budberger Reithalle. Es war ein geselliger Nachmittag, für den die KfD Vynen ein reichhaltiges Kuchenbuffet gesponsert hatte. Aber gestern Nachmittag war auch Gelegenheit zum Resümee der Erfahrungen dieses Sommers. Und zum Ausblick.

Harmonische Wochen

"Hinter uns liegen sechs sehr harmonische Wochen", fasste Hilfswerk-Vorsitzender Manfred Hainke zusammen. Was nicht von vornherein zu erwarten war. Fast die Hälfte der rund 90 Kinder aus dem strahlenbelasteten Weißrussland sei zum ersten Mal in Deutschland gewesen, schildert Hainke, und blickt zurück in die eigene Jugend: "Da war ich einmal in einem Ferienlager in Frankreich. Ich sprach kein Wort Französisch, die Gastgeber überhaupt kein Deutsch. Furchtbar." Dabei war er bereits Jugendlicher.

2000 Kilometer von Zuhause

Um wie viel schwieriger muss es für Kinder im Alter von acht, neun Jahren gewesen sein, die mit dem Kinderhilfswerk zum ersten Mal auf Reisen waren – und dann gleich 2000 Kilometer von Zuhause entfernt. Da hieß es sich durchbeißen. Für beide Seiten: Denn neben den Kindern gab es auch reihenweise neue Gasteltern. Und "viele haben sich schon jetzt gesagt, dass die Kinder aus Weißrussland sofort wiederkommen können", berichtet Manfred Hainke. Sie hätten die Erfahrungen des Austauschs als Bereicherung für ihr eigenes Leben empfunden. Und wenn es in Einzelfällen einmal nicht gleich rund gelaufen war – das Team des Kinderhilfswerks fand immer eine Lösung für die Problemchen. Hainke: "Es ging ja darum, dass sich die Kinder erholen können".

Dabei geht die Hilfe vom Niederrhein über die Wochen in gesunder Umgebung hinaus: Kinder können beispielsweise Kleidung, die nicht mehr in den Reisebus passt, per Paket in ihre Heimat schicken; die Spedition Imgrund übernimmt den Transport nach Hildesheim, von wo aus sich eine Partner-Hilfsorganisation um die Weiterleitung nach Gomel kümmert.

Dafür und für all die andere Unterstützung sagten die Kinder aus Gomel gestern Nachmittag auf ganz persönliche Weise Danke: Sie hatten ein hübsches Programm vorbereitet mit Gesang, Tanz, Musik und Gedichten, das sie in der Budberger Reithalle für ihre Gastgeber aufführten. Herzlicher Applaus war die verdiente Belohnung.

www.rp-online.de/rheinberg

(RP)