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SV Menzelen hilft mit Sponsorenlauf für Ukraine-Flüchtlinge

Jugendabteilung des SV Menzelen : Laufen hilft Ukraine-Flüchtlingen

Die Jugendabteilung des SV Menzelen hat bei einem Sponsorenlauf mehr als 9000 Euro an Spenden gesammelt. Das Geld soll Ukrainern zugute kommen, die in Alpen Schutz suchen.

Die Fußball-Jugend des SV Menzelen hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um auch einen eigenen Beitrag zu leisten, den Menschen, die unter dem Krieg in der Ukraine und dessen Folgen leiden, zu helfen, und gleichzeitig ein Zeichen für Frieden zu setzen. Unterm Strich sind bei der sportlichen Aktion, bei der die komplette Jugendabteilung an den Start gegangen ist, 10.015 Euro zusammengekommen. Das Geld soll zu 100 Prozent ankommen und vor Ort die Not lindern. Wie Fußball-Jugendobmann Jörg Rösken mitgeteilt hat, soll der Betrag den Menschen zugute kommen, die vor den Bomben in ihrer Heimat geflohen und inzwischen in Alpen angekommen sind.

Die Idee für die Hilfsaktion habe eine Trainerin gehabt, die in der Bambini-Mannschaft den jüngsten Kickern des Vereins passen, stoppen und das Toreschießen beibringt. „Sie ist wenige Tage nach dem Ausbruch des Krieges auf mich zugekommen und hat gesagt, dass man doch etwas tun müsse, um zu helfen“, erzählt Rösken. Die Übungsleiterin, die ihren Namen nicht öffentlich nennen möchte, habe einen Spendenlauf vorgeschlagen und sei bei ihm offene Türen eingelaufen.

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Binnen weniger Tage habe sich ein Organisationsteam gefunden, das die Vorbereitungen in Angriff genommen habe. Alle acht Jugend-Mannschaften waren sofort bereit, für die gute Sache an den Start zu gehen. Auch Sponsoren wurden schnell gefunden. Darunter örtliche Unternehmen wie Lemken, GTW und KM Alpen, aber auch Nachbarvereine und viele private Spender – Großeltern, Nachbarn, Freunde –, die mit 3114 Euro rund ein Drittel der Erlöse der Läuferinnen und Läufer eingezahlt haben.

Solvay in Rheinberg sicherte zu, für jede Runde um den Sportplatz einen Euro zu überweisen. Die Kinder und Jugendlichen sowie der Staff der Teams – mehr als 150 Läufer – legten zusammen unterm Strich 1007 Stadion-Runden zurück, jede etwas länger als 420 Meter auf weichem Boden. Das Chemie-Unternehmen rundete auf 1500 Euro auf. Allein die D-Jugend von Coach Jörg Rösken drehte 155 Runden – rund 65 Kilometer also. Pfuschen war tabu. Die Trainer mussten mit ihrer Unterschrift für den Wahrheitsgehalt der Angaben bürgen.

Man sei sich einig gewesen, dass das Geld möglichst vor Ort bei denen ankommen sollte, die‘s dringend gebrauchen könnten. Damit das im Sinne von Spendern und Sportlern auch wie gewünscht umgesetzt wird, bedient sich der SV Menzelen der nachbarschaftlichen Dienste des Deutschen Roten Kreuzes. „Im Dorf klappt das schon“, ist Jörg Rösken sicher, zumal auch Ortsvorsteher Edgar Giesen in die gute Aktion eingebunden ist.

(bp)