1. NRW
  2. Städte
  3. Rheinberg

Sturm Sabine 2020: Feuerwehr in Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten zieht Bilanz

Bilanz nach dem großen Sturm : Nur geringe Schäden durch Sturmtief Sabine

In Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten zieht die Feuerwehr Bilanz: Es blieb ruhiger als befürchtet.

Als das Sturmtief Sabine am Sonntag und am Montag über den Niederrhein hinwegfegte, hinterließ es nur leichte Schäden. Ein Überblick:

Alpen Hier war die Lage  entspannt. „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, bilanzierte Feuerwehrchef Michael Hartjes. Seine Einheiten seien gut vorbereitet gewesen. Um jederzeit reagieren zu können, hatte das Führungsteam am Sonntag von 11 bis 22.30 Uhr die Zentrale im Gerätehaus besetzt. Acht kleinere Einsätze, davon zwei an der A 57 zwischen den Anschlussstellen Sonsbeck und Rheinberg, seien abgearbeitet worden. Umgestürzte Bäume oder heruntergefallenes Astwerk behinderten den Verkehr. Einige Wehrleute halfen dem Förderverein zur Rettung der Motte, den Bauzaun um das Bodendenkmal von Bannern zu befreien.

Auch im Wald herrscht relative Ruhe nach dem Sturm. „Es war lange nicht so schlimm wie bei Kyrill oder Friederike“, sagte Förster Christopher Koch für die Leucht. Da die Aufräumarbeiten noch andauern und noch mit kräftigem Wind zu rechnen sei, sollten Fußgänger in Wäldern auf der Hut sein.

 Sturmtief Sabine schaltete am Sonntagabend und am Montagmorgen im Raum Menzelen vorübergehend das Licht aus. Grund waren herabgefallene Äste auf einer Maststation in Menzelenerheide, so eine RWE-Sprecherin. Die Behebung der Störung dauere immer ein wenig, weil die Strecke zu Fuß abgegangen werden müsse, um die Ursache zu finden.


Rheinberg  Wie die Feuerwehr Rheinberg am Montagmorgen mitteilte, kam es zu sechs Sturm-Einsätzen. Dabei handelte es sich  meist um umgestürzte oder abgeknickte Bäume. In Millingen wurden  mehrere Bauzäune auf die Straße geweht.


Xanten Die Freiwillige Feuerwehr  rückte am Sonntag zu zwei Sturm-Einsätzen aus, so Sprecher Philipp Schäfer: Auf einem Privatgrundstück war ein Baum umgefallen, es drohte aber keine Gefahr. In der Innenstadt waren Bauzäune auf eine Straße gekippt, sie wurden von der Feuerwehr entfernt, damit der Verkehr nicht gefährdet wurde. Insgesamt sei es  ruhig geblieben, so Schäfer. Die Feuerwehr hatte einen Bereitschaftsdienst eingerichtet. Im Gerätehaus Mitte seien ab 15.30 Uhr am Sonntag etwa 15 Einsatzkräfte gewesen. Im Notfall hätten sie sofort ausrücken können. Als gegen Abend absehbar war, dass es ruhig bleiben werde, sei die Bereitschaft abgerückt.

Sonsbeck Das Sturmtief verlief auch hier glimpflich. Vier umgestürzte Bäume forderten die Feuerwehr. Die Zentrale im Gerätehaus Sonsbeck war von 16 bis 23 Uhr durchgehend besetzt. In Hamb blockierte am Nachmittag ein Baum den Strohweg. Am späten Abend  waren am Hügenweg und auf der Mergelstraße Bäume in die Telefonleitung gestürzt. Ein weiterer Baum versperrte die A 57. Auch hier musste die Motorsäge ran.