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Rheinberg: Stufe 10 säubert Amplonius-Umfeld

Rheinberg : Stufe 10 säubert Amplonius-Umfeld

Englisch-Grundkurs kümmert sich um viele Themen. Andere Schüler wollen beim Müllsammeln helfen.

Wenn man sich die Gegend rund um das Amplonius Gymnasium mal genauer ansieht, so fällt einem vor allem eins ins Auge: Müll. Wo man auch hinsieht, die anliegenden Schrebergärten und Büsche sind das Zuhause von unzähligen Pizzakartons, von Essensresten und anderem Abfall geworden.

Bis jetzt hat sich keiner dafür verantwortlich gefühlt. Doch nun nehmen die Schüler und Schülerinnen des Englisch-Grundkurses der Jahrgangsstufe 10 im Gymnasium unter Leitung ihrer Lehrerin Christiane Gödde den Kampf gegen die Umweltverschmutzung auf. "Jetzt sind die Schüler gefragt, denn wir müssen endlich ein Zeichen setzen", erklärt Gödde gestern. Es sei an der Zeit, nicht nur darauf zu schauen, wer dafür verantwortlich ist — die Frage lasse sich wohl nie beantworten.

Warum ein Englisch-Grundkurs auf die Idee kommt, sich der Müllberge anzunehmen? Ganz einfach: weil es Teil ihres Projekts "Environment and Carbon Footprint" ist. Dabei gibt es unterschiedliche Themengebiete: "Wir kümmern uns um die Erträge der Solaranlagen, den Papierverbrauch unserer Schule, aber auch um nachhaltige Mode."

Der Sinn dahinter ist, dass die Schüler auch erkennen, dass sie mit für ihr Verhalten und der Situation in und um der Schule verantwortlich sind. "Zu Hause kostet Strom und Papier Geld, hier in der Schule aber auch." Neben dem Aspekt der Müllbeseitigung interessieren Christiane Gödde auch mögliche Gründe. Wenn sich die Rahmenbedingungen änderten, wie etwa mehr Platz und besser schmeckendes Essen in der Cafeteria, würden vielleicht nicht mehr so viele Schüler in die Stadt laufen und ihren Müll auf dem Rückweg in Gärten entsorgen.

23 Schüler machen gestern den Anfang und sammeln Müll, andere Kurse haben Interesse an einer Zusammenarbeit geäußert. Vielleicht gelingt es den Lehrern so, mehr an das Bewusstsein der Schüler im Umgang mit ihrer Umwelt zu appellieren. Das wäre vorteilhaft — sowohl für die Umwelt als auch die Anlieger.

(pia)