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Rheinberg: Stress in Wallach hält an: Baustelle B 58 soll Anfang Juni beendet sein

Rheinberg : Stress in Wallach hält an: Baustelle B 58 soll Anfang Juni beendet sein

Anwohner der Wallacher Straße reagiert auf Appell von CDU-Fraktionschef Erich Weisser: "Auch wir sind massiv von dem Schleichverkehr betroffen."

Die Aufregung in Wallach und Borth ist so anhaltend wie der Schleichverkehr, der sich Tag für Tag über die schmalen Dorfstraßen bewegt und die Geduld der Anwohner nachhaltig strapaziert. Zuletzt hatte CDU-Fraktionschef Erich Weisser den Ball aufgenommen, den Karlheinz Kamps Anfang des Monats gespielt hatte. Kamps hatte nicht nur die Verkehrsbelastung auf dem Schwarzen Weg heftig kritisiert, sondern auch seine Sorge zum Ausdruck gebracht, dass die Bürger nach Lärm, Abgasen und Dreck am Ende auch noch erhebliche Kosten für die Fahrbahnsanierung schlucken müssten.

Gestern meldete sich Josef Nass, Anwohner an der Wallacher Straße zu Wort. Er richtete eine sarkastische Frage an den CDU-Fraktionschef, der den Haupt- und Finanzausschuss Mitte Juni mit der Frage einer besseren Umleitung beschäftigen will. "Lösen sich eigentlich Ärger, Verkehr und Fahrbahnschäden am Schwarzen Weg auf?", fragt Nass und reklamiert die gleichen Schutzansprüche für die Anlieger an der Wallacher Straße.

Für Josef Nass hätte nur eine Maßnahme Sinn ergeben, angemessen auf die Sanierung der B 58 zur reagieren: "Man hätte in Büderich die Zufahrt in Richtung Wallach sperren und nur für Anlieger frei machen müssen." Doch dafür sei's nun wohl zu spät.

Einzig gute Nachricht für alle Autofahrer, die die Straße B 58 von Büderich nach Alpen nutzen, und damit auch für Wallach und Borth. Die Arbeiten auf der Baustelle B 58 laufen nach Plan. Anfang Juni sollen sie abgeschlossen sein, wie ein Sprecher von Straßen NRW mitteilte. Zwei oder drei Tage Verzögerung seien möglich, aber generell würde das angestrebte Zeitfenster erreicht.

Zu Beginn der Baustellenphase Ende März hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass zunächst die Fahrspur in Richtung Haus Grünthal in Alpen gesperrt sei, der Verkehr auf der Spur nach Wesel liefe weiter. Dann würden die Bauarbeiten auf die andere Seite der Fahrbahn verlagert. In der Folge sei die Fahrspur in Richtung Wesel gesperrt. Obwohl bis zum Baustellenende noch maximal drei Wochen vergehen, ist immer noch die Fahrspur Richtung Alpen gesperrt.

Der Sprecher von Straßen NRW erklärte, dass die Arbeiten auf der Spur in Richtung Wesel deutlich kürzer dauern werden, weil dort nur Unebenheiten in der Fahrbahn beseitigt werden müssen. In der Gegenrichtung auf der anderen Fahrspur, der in Richtung Alpen, werde hingegen am Radweg gearbeitet. Der wird komplett erneuert. Die Asphaltdecke liegt inzwischen. Aber der Radweg sei halt der Grund, weshalb die Arbeiten deutlich länger dauern.

(RP)