Streik an Weihnachten 2017 bei Amazon in Rheinberg (NRW)

Rheinberg: Bei Amazon in Rheinberg wird wieder gestreikt

Gestern haben Beschäftigte bei Amazon in Rheinberg zu einem Streik aus dem laufenden Betrieb aufgerufen. Mit den Streiks soll das Weihnachtsgeschäft des Versandhändlers gestört und den Online-Händler zur Aufnahme von Tarifverhandlungen gezwungen werden.

Amazon lehnt nach Angaben der Gewerkschaft Verdi nach wie vor jede Tarifbindung für die Mitarbeiter in Deutschland ab.

Dies gelte auch für Forderungen nach gesünderen Arbeitsbedingungen. Verdi hat im November die Geschäftsführung der beiden nordrhein-westfälischen Standorte von Amazon angeschrieben und zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag "Gute und gesunde Arbeit" aufgefordert. Verdi dazu: "Das Unternehmen hat in einem Antwortschreiben deutlich gemacht, dass ein solcher Tarifvertrag für unnötig gehalten wird."

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Für die Landesfachbereichsleiterin Verdi-Handel in NRW, Silke Zimmer, ist dies erst recht ein Grund weiterzumachen: "Die Beschäftigten werden einen sehr langen Atem zeigen, um dem Konzern deutlich zu machen, dass Amazon keine tarifvertragsfreie Zone bleiben darf. Schlechte Arbeitsbedingungen bergen hohe gesundheitliche Risiken für die Beschäftigten. Deshalb sind die Forderungen nach existenzsichernde Löhne und gute und gesunde Arbeit berechtigt und dringend erforderlich.

(RP)
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