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Stolpersteine in Rheinberg sollen wieder in den Blick gerückt werden

Diskussion im Rat : Stolpersteine in Rheinberg sollen wieder in den Blick gerückt werden

Die ursprünglich im November 2009 eingesetzten Stolpersteine in der Gelderstraße sollen neu verlegt werden. Nach der Sanierung der Fußgängerzone waren sie nur noch schwer zu erkennen.

Nachdem die RP darüber berichtet hatte, dass die Stolpersteine im neuen Pflaster der Gelderstraße kaum noch zu sehen seien, griff Luise Theile (Grüne) das Thema in der Ratssitzung auf. „Wie ein Puzzle“ lägen die Steine nun und nicht mehr alle vier in einem Feld. Bürgermeister Dietmar Heyde und Beigeordneter Dieter Paus hatten Verständnis für den Einwand, zumal es sich ja um Gedenksteine handelt, mit denen an Rheinberger Juden erinnert werden soll, die in der Nazi-Zeit deportiert und umgebracht worden sind. 

Auf Zustimmung stieß der Vorschlag von Philipp Richter (SPD), dass sich Ratsmitglieder aus unterschiedlichsten Fraktionen unbürokratisch zusammentun und die Stolpersteine kurzfristig aufpolieren solten. Richter: „Ich spendiere gerne das Politurmittel.“ Ein Kopfschütteln provozierte unterdessen der Vorschlag von Ann-Katrin Quapp (Die Partei). Das Ratsmitglied sagte: „Vielleicht solten wir die Stolpersteine zwei Zentimeter anheben, damit sie ihrem Namen alle Ehre machen.“ Wer darüber stolpere, richte seinen Blick in jedem Fall auf die Steine. Dieter Paus ließ sich von der Aussage nicht zu einer emotionalen Äußerung hinreißen, sonder verwies stattdessen ganz sachlich auf die Verkehrssicherungspflicht, die der Stadt ein solches Vorgehen untersage.