Rheinberg: Stiftung unterstützt Amplonianer

Rheinberg: Stiftung unterstützt Amplonianer

Amplonius de Berka hat zwei Denkmale hinterlassen, die an ihn und sein Wirken erin-nern: die "Amploniana" seine großartige Bibliothek, und seine "Amplonianische Stiftung", mit der er jungen Menschen den Einstieg in akademische und gesellschaftliche Laufbahnen ermöglichte. Amplonius war mit seiner Büchersammlung und seiner Stiftung Türöffner, Förderer und Wegbereiter. Er stellte Wissen bereit, machte es für Wissbegierige zugänglich und öffnete so neue Horizonte. Er förderte Bildung, Wissenschaft und Forschungseifer und war damit ausgesprochen visionär und für seine Zeit ungewöhnlich sozial.

Die heutige Studienstiftung Amplonius Novus versucht, Amplonius' Stiftungsgedanken fortzuführen - mit der Unterstützung zahlreicher Stifterinnen und Stifter sowie der Hilfe großzügiger Spenden.

"Wir sind für talentierte Absolventen des Amplonius-Gymnasiums in zwei Bereichen aktiv, nämlich beim Studienbeginn durch ein Büchergeld als Anschubfinanzierung und beim Studium selbst durch ein unterstützendes Lebenshaltungsstipendium", sagt der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Heinz Pannenbecker. Mit dem einmaligen Büchergeld gewährt Amplonius Novus eine kleine "Starthilfe" für die Anschaffung von Büchern für ein Universitätsstudium. Seit der erstmaligen Vergabe des Büchergeldes wurden insgesamt 22 Amplonianer ausgezeichnet. Amplonius Novus hat dafür 1650 Euro in die Hand genommen. Im Jahr 2017 wurden 300 Euro zur Verfügung gestellt und vier Amplonianer gefördert. Das Lebenshaltungsstipendium in Höhe von monatlich 100 Euro zur Unterstützung des Studiums wird seit 2014 gewährt und für jeweils mindestens ein Jahr ausgezahlt. Seit Oktober 2016 werden erstmals zwei Amplonianer gleichzeitig mit einem Stipendium unterstützt. Insgesamt hat die Stiftung seit 2014 (bis Ende 2017) für Stipendien 5400 Euro gestiftet. Das Stiftungsvermögen belief sich bis Ende 2017 auf rund 54.000 Euro Aufgrund der Zinssituation werden Büchergeld und Stipendium aber nicht über Zinsgewinne finanziert, sondern hauptsächlich durch Spenden. Die ursprüngliche "Amplonianische Stiftung" hat von 1412 bis 1947 gehalten - Amplonius Novus soll dem dem Vorbild nicht nachstehen.

(RP)