Alpen: Starke Teams für die Sekundarschule

Alpen : Starke Teams für die Sekundarschule

Mit Unterstützung der Bottroper Agentur Innatura beschäftigen sich die vier sechsten Klassen der Alpener Schule mit Sozialem Lernen und Klassenbildung. Übungen und Spiele sollen das Zusammenwachsen der Gemeinschaft fördern.

Als die inzwischen 99 Sechstklässler vor einem Jahr in die Sekundarschule Alpen kamen, war alles neu für sie: die Lehrer, die Mitschüler, das Schulgebäude und auch die Schulform, denn eine Sekundarschule, die Haupt- und Realschule abslöst, gab es vorher nicht. Nach dem ersten Jahr sind die auf vier Klassen verteilten Jungen und Mädchen längst "drin" im Schulleben. Zum Beispiel die Klasse 6b, die die RP im vergangenen Jahr durchs Schuljahr begleitete. Das bestätigt auch Mary Oetz-Petrikowski, eine der beiden Klassenkehrerinnen der 6b. "Es haben sich Strukturen gebildet, es gibt Freundeskreise und Einzelgänger wie in jeder Gruppe", sagt die Sonderpädagogin.

Damit sich das alles setzt und die Klassengemeinschaft noch besser wird, steht an der Sekundarschule auch das Fach "Soziales Lernen" auf de Stundenplan — kurz "SoLe". "Aber ab und zu wollen wir auch externe Fachleute hinzuholen, die die Klasse kennenlernen", beschreibt Schulleiter Tilman Latzel. So wie in dieser Woche: Noch bis Freitag geht es um die Themen Soziales Lernen sowie Team- und Klassenbildung.

Dazu sind Anja Goldberg und Bettina Knieriem von der Bottroper Agentur Innatura in die Schule gekommen. "Wir machen Projekte zur Berufsorientierung und zur Ausbildungsreife", sagte die Kompetenzpädagogin. "Hier in der sechsten Klasse geht es darum, dass die Klassengemeinschaft zusammenwächst. Das Ziel soll sein, dass die Schüler lernen, gemeinsam in Teamarbeit zu einem Ziel zu kommen." Das probten Anja Goldberg und ihre Kolleginnen anhand verschiedener Übungen in den einzelnen Klassen.

Eine dieser Übungen lautete, sich auf einen Prominenten zu einigen und sich als Fanclub dieses Promis zu positionieren. Hollywood-Star Will Smith wurde ebenso vorgeschlagen wie Trickfilm-Heldin Biene Maja oder Formel-1-Pilot Sebastian Vettel. Die meisten Stimmen bekam allerdings Schwammmännchen Spongebob. Anja Goldberg: "Ihr sollt als Fanclub verhindern, dass die Sketche von Spongebob an die Öffentlichkeit kommen, denn es gibt einen anderen Club, der genau das erreichen will." Dazu mussten die Kinder einen 24-stelligen Zahlencode knacken — eine knifflige Aufgabe, die aber bewältigt wurde.

Parallel arbeitete Innatura-Mitarbeiterin Bettina Knieriem mit der Klasse 6a in der Bibliothek, während die Schulsozialpädagoginnen Sonja Potthoff und Nele Dörk mit den Klassen 6c und 6d ähnliche Übungen durchführten. "Die Firma Gelsenwasser hat das Projekt finanziell unterstützt, aber das Geld reichte leider nur für zwei Klassen. Wir waren aber der Meinung, dass alle vier Klassen in den Genuss einer solchen Woche kommen sollten", unterstrich Tilman Latzel.

(RP)
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