„Stahlhart gegen Mobbing“ erreicht Rheinberg

Rheinberg: „Stahlhart gegen Mobbing“ erreicht Rheinberg

Das Fitnessstudio Injoy in Rheinberg und Alpen kooperiert mit TV-Star Carsten Stahl, der Montag zur Europaschule kommt.

Mobbing gehört an vielen deutschen Schulen zum traurigen Alltag. Dabei hat der Psychoterror unter Kindern und Jugendlichen viele Gesichter: Tuscheleien hinterm Rücken, offene Anfeindungen, bewusste Ausgrenzung, Schikanen oder gar körperliche Übergriffe machen Betroffenen das Leben zur Qual. „Auch an Rheinberger Schulen wird gemobbt, das haben uns einige unserer jungen Mitglieder bestätigt“, erzählen Jürgen und Edith Schepers von den Injoy-Fitnessstudios in Rheinberg und Alpen. Beide wollen das Thema stärker in den Blickpunkt rücken und die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren. Deshalb unterstützen sie die „Camp Stahl“-Initiative „Mit Respekt und Toleranz gegen Gewalt“, die TV-Darsteller Carsten Stahl ins Leben gerufen hat.

Am Samstag, 22. September, von 14 bis 17 Uhr, wird das Injoy Rheinberg, Tekkenhof 8, offizieller „Camp Stahl“-Stützpunkt. „Besucher sind herzlich eingeladen“, betont Edith Schepers. Künftig ist das Injoy Rheinberg/Alpen Teil des bundesweiten Anti-Mobbing-Netzwerkes von Carsten Stahl. Schüler, Eltern und Lehrer können sich an die jeweiligen Stützpunkte wenden, die den direkten Kontakt zu Carsten Stahl vermitteln. Der Doku-Soap-Darsteller und Gründer der Initiative ist am Samstag zu Gast im Rheinberger Injoy, um über seine Arbeit zu berichten. Am Montag, 24. September, führt seine Mission den Anti-Gewalt-Trainer an die Europaschule. Dort erarbeitet der mit den Schülern in einem zweitätigen Workshop Strategien gegen Gewalt und Mobbing.

„Natürlich liest man in den Medien immer wieder darüber“, sagt Jürgen Schepers. Doch am eher beschaulichen Niederrhein schien das Problem weit weg. Bis Jürgen und Edith Schepers beim Zappen bei der TV-Doku „Stahlhart gegen Mobbing“ hängenblieben. Gezeigt wird, wie Carsten Stahl im Kampf gegen Mobbing Schulen besucht, um Opfern, aber auch Tätern zu helfen und über die Folgen von Mobbing-Attacken aufzuklären. Toleranz, gegenseitiges Verständnis und Gerechtigkeit unter Kindern und Jugendlichen sind sein erklärtes Ziel.

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„Diese Serie ging schon arg unter die Haut“, berichtet Edith Schepers, vor allem weil Stahl als Person authentisch sei und mit seiner glasklaren Ansprache Kinder und Jugendliche erreiche. Ganz ohne pädagogischen Zeigefinger. „Da wussten wir, dass auch wir ein Zeichen setzen und uns in der Öffentlichkeit gegen Mobbing stark machen wollen“, so Jürgen Schepers. Und wo geht das besser als im Bereich Sport? In den Studios seien alle Mitglieder gleich, alle haben dasselbe Ziel. Egal, ob Azubi oder Herr Doktor.

Auf der Fitnessmesse Fibo hat Schepers den Anti-Gewalt-Trainer Stahl kennengelernt und nach einem langen Gespräch die Zusammenarbeit angestoßen. Von der „Stahl-harten“ Methode ist der Unternehmer Schepers überzeugt: „Der Mann ist authentisch, spricht die Sprache der Jugendlichen und weiß, wie man die jungen Leute erreicht.“

Anti-Gewalt-Trainer Stahl gilt beileibe nicht als Chorknabe. Auf den Straßen Berlins aufgewachsen, wurde er selbst jahrelang schikaniert. In die Kriminalität abgerutscht und zur Kiezgröße avanciert, schaffte er gerade noch den Absprung. Seine Mission: Kampf gegen Gewalt und Mobbing an Schulen.

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