Rheinberg: Stadt zur Siedlung: Mal sehen, was draus wird

Rheinberg: Stadt zur Siedlung: Mal sehen, was draus wird

Der erste Weg führte die neuen Eigentümer des Großteils der Reichelsiedlung ins Stadthaus. Am Nachmittag stellten sie Bürgermeister Mennicken, Spitzen aller fünf Fraktionen und dem Verwaltungsvorstand ihre Planung vor. Die Reaktion der Stadt-Vertreter: Interessant – mal sehen, was draus wird.

Es ist nicht das erste Konzept, was der Kommune zur Reichelsiedlung präsentiert wird. Diesmal gibt es einiges, was von vornherein gefällt. Beispielsweise dass die Sozialcharta, in der Mieterrechte verbrieft sind, weiter gilt – das hatte die Stadt schon im Vorfeld geprüft und bestätigt gefunden.

Überrascht hörten Politik und Verwaltung, dass die neuen Eigentümer selbst den nahezu "leer gezogenen", d.h. fast abrissreif gemachten Häusern an der Eschenstraße eine Zukunft geben. Bürgermeister Hans-Theo Mennicken fasste nach dem Treffen mit den Investoren vor der Presse zusammen: "Sie haben uns dargelegt, dass auch dort saniert wird. Dass trotzdem die Kosten für die Mieter auf niedrigem Niveau bleiben. Und dass es angesichts dieser Vorzeichen schon etliche Neuvermietungen gegeben habe." Wünsche oder gar Forderungen gegenüber der Stadt habe es keine gegeben – allerdings das Interesse, den Anschluss ans künftige Rheinberger Fernwärmenetz zu prüfen. Vorausgesetzt, Sanierungsfortschritt und Netzausbau passen zeitlich zusammen. Mennicken: "Wir haben zugesagt, weiterhin ansprechbar zu bleiben."

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Auch mit den Experten des Rheinberger Klimatisch wollen die neuen Siedlungseigentümer Kontakt aufnehmen. Und im Gespräch mit Jens Harnack, bei der Stadt für das Thema Nachhaltigkeit zuständig, soll geprüft werden, welche Dächer der vielen Siedlungshäuser als Träger von Solaranlagen genutzt werden könnten.

(RP)