Rheinberg: Sportspiele auf dem Schulhof sind ein Volltreffer

Rheinberg: Sportspiele auf dem Schulhof sind ein Volltreffer

Eine Eventfirma macht's möglich: Die Grundschule am Bienenhaus veranstaltete "Bundesjugendspiele der modernen Art".

Der Mai meinte es gut mit den Sportlern an der Grundschule am Bienenhaus in Millingen: Bei Sonnenschein und blauem Himmel hätten die äußeren Bedingungen für das große Sportfest auf dem Schulhof nicht besser sein können. Es waren nicht die üblichen Bundesjugendspiele, die hier ausgetragen wurden. Statt Schlagballweitwurf, 50-Meter-Sprint oder Weitsprung hießen die Sportarten "Speedmaster", "Floorball" oder "Volltreffer".

Angeboten hatte die Spiele die Eventfirma "Trixitt". 2013 gegründet und mit Fußballprofi Christoph Kramer von Bundesligist Borussia Mönchengladbach als Aushängeschild, veranstaltet "Trixitt" Sportfeste für Schulen oder Fußballvereine, um Kinder für den Sport an sich zu begeistern. Es handele sich um "moderne Bundesjugendspiele", sagt Niels Grohmann, Mitarbeiter von "Trixitt". Das Sportereignis feierte in Millingen Premiere. Nachdem Sportlehrer der Schule durch Flyer darauf aufmerksam geworden waren, schlugen sie der Schulleitung vor, sich um genau diese Spiele auf dem Schulhof zu bemühen. Mit Erfolg.

Der Spaß kam ausgezeichnet an. Eltern, Großeltern und Lehrer waren begeistert von der Reichhaltigkeit an Angeboten und der Begeisterung der Schüler. "Das ist mal was ganz Anderes für die Kinder", sagte eine Großmutter. "Tolles Wetter, die Kinder haben Spaß. Was will man mehr", so eine Mutter. Schulleiterin Jasmin Brune nannte die Aktion "eine tolle Möglichkeit zum projektorientierten Arbeiten". Miriam Schöndeling, Lehrerin der 4 b, sagte: "Eine schöne Abwechslung zum normalen Schulalltag."

Auch den Schülern gefiel's. "Den Menschenkicker fand ich am besten", sagt Niklas aus der 4 b. "Aber eigentlich hat mir alles gefallen." Auch am "Känguru-Sprung" oder am Völkerball in der aufgeblasenen Arena "Ballerecke" hatten die Kinder riesigen Spaß.

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Die Klassen wurden nach Alter kunterbunt durcheinandergewürfelt. Auch getrennte Mädchen- oder Jungen-Teams gab es nicht, jeder durfte sich mal mit jedem zusammentun. Getränke sowie Obst und Naschereien wurden an einem Stand verteilt, eine Musikanlage sorgte für einen stimmungsvollen Rahmen.

Das alles wäre ohne den engagierten Förderverein nicht möglich gewesen, lobte Jasmin Brune. Ihr Dank galt auch "Trixitt". Das Personal war bereits um fünf Uhr morgens vor Ort, um die Spielstände aufzubauen. Um neun Uhr war alles startklar für die 150 Schüler.

Bürgermeister Frank Tatzel kam zum Finale, um den Pokal zu übergeben. Den hatte sich die Schule zum dritten Mal in Folge für die meisten Sportabzeichen einer Schule in Rheinberg und einer "kleinen Schule" im Kreis Wesel verdient. Auch der Bürgermeister war angetan von der Aktion. "Eine schöne Idee: Das lockert den Schulalltag auf, so kurz vor den Zeugnissen." Schulleiterin Brune fände es "toll, den Pokal ein weiteres Jahr behalten zu dürfen". Für die Prämie hat die Schule neue Bälle gekauft.

Am Ende gab es noch ein Geschenk von "Trixitt": Über das Trikot mit dem Namen der Schule hat sich Rektorin Brune sehr gefreut.

(RP)