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Sportausschuss fordert einen weiteren Hausmeister für die Großturnhalle

Sportausschuss Rheinberg : Vereine zahlen weniger Gebühren

Weil die Hallen gesperrt sind, will die Stadt den Clubs finanziell entgegenkommen. Politik denkt über einen zweiten Hausmeister für die Großraumturnhalle am Schulzentrum nach. Tenninsclubs können künftig gefördert werden.

Seit Jahren beschweren sich die Sportvereine darüber, dass die Großraumhalle am Schulzentrum oft nicht sauber sei. Auch werden immer wieder Sachbeschädigungen festgestellt. Kann ein Hausmeister für mehr Ordnung sorgen? Mit der Personalie beschäftigte sich der Sportausschuss in seiner letzten Sitzung. Bei dem Tagesordnungspunkt entbrannte eine heftige Diskussion. Die Verwaltung musste sich Kritik anhören.

Organisation und Kontrolle des Ordnungszustands der Großraumturnhalle ist schwierig. In Nicht-Corona-Zeiten gehen im Durchschnitt täglich rund 1000 Kinder und Jugendliche der weiterführenden Schulen dort ein und aus. Danach kommen die Vereinsmitglieder. Die Turnhallen-Bücher seien als Instrument der Kontrolle nicht zielführend.

Womöglich ist es sinnvoll, wenn ein weiterer Hausmeister angestellt wird, der regelmäßig in der Großraumsporthalle nach dem Rechten sieht. Ein elektronisches Schließsystem wie beim Erweiterungsbau der Europaschule könnte sich ebenso auszahlen. Die Verwaltung war beauftragt worden, die Kosten vorzustellen. Mit dem Ergebnis waren die Parteien nicht zufrieden, wie auch die Sportausschuss-Vorsitzende Claudia von Parzotka-Lipinski schnell bemerkte. Die Verwaltung solle nacharbeiten. Der zusätzliche Hausmeister könnte dann auch als Platzwart an der Sportanlage Xantener Straße tätig sein.

Einigkeit herrschte beim folgenden Tagesordnungspunkt – die Sportvereine sollen in diesem Jahr weniger Hallennutzungsgebühren zahlen. Die Stadt hatte die Hallen am 14. März gesperrt. Wann die Sportler wieder hinein können, steht nicht fest. Sollte es bis Juli/August zu weiteren Corona-Lockerungen kommen und die Hallen wieder nutzbar sein, schlägt die Verwaltung vor, sie in den Sommerferien nicht grundsätzlich zu schließen. Die Sportvereine sollen sich auf die neue Saison vorbereiten können.

Gesprochen wurde zudem über einen Antrag von Concordia Ossenberg. Der Verein möchte eine Restforderung aus einem zinslosen Darlehen in Höhe von 8400 Euro in einen städtischen Zuschuss umwandeln. Die Verwaltung lehnt dies mit Verweis auf die Haushaltssituation ab. Der Sportausschuss war sich uneins. Die CDU stand dem Antrag eher kritisch gegenüber, die SPD sah noch Beratungsbedarf. Die Ausschussmitglieder berieten noch über einen Wunsch der Tennisclubs, der in die Sportförderrichtlinien aufgenommen werden möchte. Die Zustimmung erfolgte einstimmig. So sollen der TC Solvay, SW Budberg, SV Orsoy sowie TC Grün-Weiß künftig Betriebskosten- oder Pflegekostenzuschüsse erhalten.