Sponsorenlauf in Budberg: Runde um Runde für eine gute Zukunft

Sponsorenlauf in Budberg : Runde um Runde für eine gute Zukunft

Um Geld für die Gesundheitsförderung ihrer Schüler zu sammeln, veranstaltete die Grundschule Am Rheinbogen einen Sponsorenlauf.

Gesund, stark und selbstbewusst – so sollen Kinder aufwachsen. Dabei unterstützt sie seit nunmehr 25 Jahren der Verein Klasse 2000. Mit einem bundesweit einzigartigen Unterrichtsprogramm setzt er sich an Grundschulen für Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung ein. Lehrkräfte und speziell geschulte Gesundheitsförderer gestalten dabei rund 15 Klasse-2000-Stunden pro Schuljahr zu den wichtigsten Gesundheits- und Lebenskompetenzen. So entwickeln Kinder Kenntnisse, Haltungen und Fertigkeiten, mit denen sie ihren Alltag so bewältigen können, dass sie sich wohlfühlen und gesund bleiben.

Dieses Angebot kostet die Schulen 220 Euro pro Jahr und Klasse. Für Anneke Vennefrohne-Steglich ist das gut investiertes Geld: „Dieser Unterricht stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder, entwickelt die Empathiefähigkeit und hilft dabei, mal einen Streit zu schlichten.“

Um die Finanzierung weiterhin zu sichern, hat die Leiterin der Grundschule Am Rheinbogen zum zweiten Mal nach 2013 einen Sponsorenlauf organisiert. „Der erste war so erfolgreich, dass das gespendete Geld für sechs Jahre reichte. Jetzt versuchen wir das erneut“, erklärt die Pädagogin.

Unterstützt wurde sie dabei am Donnerstag von vielen Eltern, die als Streckenposten in gelben Warnwesten den 500 Meter langen Kurs um die Sportanlage und das angrenzende Kiefernwäldchen sicherten. 250 Erst- bis Viertklässler aus den drei Schulstandorten in Budberg und Orsoy fanden sich am Donnerstag in Laufschuhen und Trainingskleidung auf der Vereinsanlage des SV Budberg ein, um Runde für Runde Geld einzusammeln.

Das kam hauptsächlich von Eltern, Großeltern oder Paten der Kinder, die für jeden Durchlauf einen bestimmten Betrag gaben. Annegret und Ludwig Hoff sind extra aus Duisburg angereist, um Enkelsohn Felix zu motivieren. Zwei Euro kann sich der Erstklässler je Runde erlaufen. „Opa Ludwig“ gibt eine klare Zielvorgabe; „Mindestens fünf Runden sollte er schaffen.“ Helga Wagner aus Baerl spendet 50 Cent für jede Runde, allerdings hat sie gleich drei Enkeltöchter am Start. Aus Erfahrung weiß sie, was das bedeuten kann: „Beim letzten Lauf hat unser Enkelsohn 24 Runden geschafft. Aber die Mädchen sehen so aus, als ob sie mehr laufen. Das wird teuer.“

Als Beleg für die gelaufene Strecke bekommen die Kinder von den Streckenposten für jede Runde ein Bändchen über das Handgelenk gestreift. Acht Stück davon möchte Sunny gerne einsammeln, mindestens. „Wenn ich dann noch nicht müde bin, laufe ich weiter“, gibt sich der Grundschüler einsatzbereit.

Für Anneke Vennefrohne-Steglich hat der Sponsorenlauf noch einen weiteren positiven Aspekt: „Dass wir den Lauf mit dem Verein und den Lehrerkollegen der drei Standorte durchführen, stärkt das Gemeinschaftsgefühl.“ Und weil viele Teilnehmer am Ende mehr Bänder am Handgelenk tragen als Schlagersänger Wolfgang Petry in seinen besten Zeiten, ist der „gesunde Unterricht“ für die nächsten Jahre gesichert.

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