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Rheinberg: Spenden für das Dr. Minja-Hospital

Rheinberg : Spenden für das Dr. Minja-Hospital

Fünf Jahre ist es jetzt her, seit Maike Grimm als junge Krankenschwester einen sechsmonatigen Freiwilligendienst in der kleinen Stadt Himo in Tansania absolvierte. Damals reifte der Entschluss, etwas für die Verbesserung der medizinischen Versorgung der Menschen vor Ort zu tun. Heute können Maike Grimm und ihre Mitstreiter vom 2011 gegründeten gemeinnützigen Förderverein Dr. Minja Hospital stolz auf das Erreichte zurückblicken.

Mit rund 45 000 Euro Spendengeldern konnte der Verein den Neubau des Krankenhauses "Faraja Health Center" finanzieren, das zur Zeit etwa 21 000 Menschen in der Region im Norden Tansanias versorgt.

Doch es gibt noch viel zu tun. "Als nächstes Projekt steht der Bau einer Fotovoltaik-Anlage an. Wir wollen eine verlässliche Stromversorgung schaffen", erzählt Maike Grimm. Die lokale Stromversorgung sei stark überlastet. Mehrmals täglich komme es zu Stromausfällen, was bei Operationen gefährlich sein könne. Zum vierten Mal in Folge lud der Förderverein am Samstag zum Sangria-Benefiz-Abend in Millingen ein, um Spenden für das Krankenhaus zu sammeln. Dr. Samuel Minja, Leiter der kleinen Klinik, konnte diesmal nicht dabei sein. "Es tut sich gerade sehr viel in Himo. Da muss er vor Ort sein und alles überwachen", erklärt Maike Grimm.

Ihr Vater Peter Grimm, der auch Vorsitzender des Fördervereins ist, war von Mitte April bis Anfang Mai mit Heiner Winnekens in Tansania, um gesammelte Spendengelder zu überbringen und selbst mit Hand anzulegen. "Gerade sind zwei OP-Räume inklusive OP-Tisch fertig geworden", so Grimm. Die Verkabelung für die Solarstrom-Anlage sei auch schon fertig. Täglich 100 Patienten werden von Dr. Minja und seinem Ärzteteam versorgt. "Er ist sehr bekannt und beliebt, weil er sich auch für die sozial Schwächeren einsetzt", sagt Maike Grimm.

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Im "Faraja Health Center" kosteten Behandlungen deutlich weniger als in den weit entfernten Stadtkrankenhäusern. Die Zukunft des Hospitals ist gesichert. "Die beiden ältesten Söhne von Dr. Minja studieren Medizin und arbeiten jetzt schon in den Semesterferien in der Klinik. Dr. Minjas Tochter will auch Medizin studieren. Der jüngste Sohn wird Ingenieur und kann sich um die technischen Dinge kümmern", so Maike Grimm. Beim Benefiz-Abend gab es nicht nur Sangria für den guten Zweck. Tansanische Musik und "Samosas", gefüllte Teigtaschen, sorgten für ein stimmungsvolles Ambiente. Der Förderverein Dr. Minja-Hospital hat 78 Mitglieder. Zweimal im Jahr findet ein Benefizabend statt, am 6. und 7. September ein Hoftrödelmarkt. Bei der Sparkasse am Niederrhein ist ein Spendenkonto eingerichtet: IBAN DE66354500001560211581, BIC WELADED1MOR, Verwendungszweck: Faraja Health Care. Spendenquittungen können ausgestellt werden.

(krsa)