SPD tritt zur Kommunalwahl im Herbst in Alpen mit eigenem Bürgermeisterkandidaten an,

Alpen : SPD mit eigenem Bürgermeisterkandidaten

Noch wollen die Genossen in Alpen nicht sagen, wer’s machen soll. Vorstellen wollen sie ihn Anfang 2010.

Die Alpener werden bei der Kommunalwahl im Herbst des kommenden Jahres die Wahl haben zwischen drei Männern, die den Chefsessel im Rathaus besteigen möchten. Mindestens. Nach der FDP mit Moritz Vochtel und der CDU, die erneut auf Titelverteidiger Thomas Ahls setzt, hat nun auch die SPD im Gespräch mit unserer Redaktion angekündigt, einen eigenen Bürgermeisterkandiaten ins Rennen zu schicken.

Wer das sein wird, ließen die Genossen um Parteichef Wolfgang Zimmermann und Fraktionschef Jörg Banemann noch offen. Ihren Kandidaten wollen die Genossen erst Anfang des neuen Jahres vorstellen. „Wir müssen noch das endgültige Okay unseres favorisierten Kandidaten abwarten, und dann müssen ja auch unsere Mitglieder ihr Votum abgeben“, sagte Zimmermann, der im Frühjahr dieses Jahres an die Spitze des SPD-Ortsvereins getreten ist. Das Amt des Vorsitzenden hatte Fraktionschef Banemann bis dahin in Personalunion ausgefüllt. Über ihren Kandidaten ließen sich die Genossen noch nicht viel entlocken. Auf die Frage, ob er aus Veen komme, kam ein entschiedenes „Auf gar keinen Fall“. Und fachlich bringe der Kandidat beste Empfehlungen mit. „Er kennt Verwaltung von innen und außen“, so Zimmermann.

Auch die Frage, ob die Grünen als derzeit noch zweitstärkste Kraft auf der Oppositionsbank den roten Kandidaten unterstützen werden, sei noch nicht entschieden. Man sei zwar im Gespräch, aber Tendenzen seien noch nicht zu erkennen. „Das ist wohl vor allem eine Angelegenheit der grünen Basis“, so die SPD-Führung. Den jungen Kandidaten der Liberalen, nehmen die Genossen nicht sonderlich ernst. „Wir denken, dass da ein junger Mann politisch verheizt wird“, so Wolfgang Zimmermann.

Auch bei den Vorstellungen für den Willy-Brandt-Platz reiben sich die Genossen an der FDP, die mit ihrem Sitzstreik den Abriss des leer gezogenen Gerätehauses verhindern wollen. Das nennt auch das SPD-Führungsteam eine „populistische Aktion“, weil das Gebäude nicht mal so eben umgenutzt werden könne, wie die FDP suggeriere.

Die Genossen in Alpen setzen auf Abriss und einen Investor, der Einzelhandel und Wohnen für den Ort gewinnbringend kombiniert. Sie gehen davon aus, dass der mangels Masse beim ersten Versuch gestoppte Investoren-Wettbewerb neu gestartet wird, könnten aber auch inhaltlich mit dem Entwurf des einen Interessenten gut leben. „Vor allem weil ein Drittel der Wohnungen gefördert sein soll“, so Banemann.

Da aber inzwischen ein weiterer Bewerber Interesse bekundet habe, sei die Vergabe rechtlich nicht ganz einfach.