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Rheinberg: SPD: Prüfen, ob Borth für die Oberstufe geeignet ist

Rheinberg : SPD: Prüfen, ob Borth für die Oberstufe geeignet ist

Die Rheinberger SPD möchte weiterverfolgen, was ihr Fraktionsvorsitzender Klaus Bechstein in der letzten Schulausschusssitzung als Überraschung aus dem Hut gezaubert hatte: Es soll geprüft werden, ob sich das ehemalige Hauptschulgebäude in Borth als Standort für die künftige Oberstufe der Europaschule eignet (die RP berichtete).

"Wir können uns vorstellen, das seit zwei Jahren leerstehende Gebäude umzubauen und zu renovieren, so dass es den Ansprüchen einer Sekundarstufe II genügt", sagte gestern SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jürgen Madry im RP-Gespräch. Ihre Entscheidung dazu mache die SPD allerdings vom Ergebnis einer Prüfung abhängig. Madry: "Wir sind da offen. Aber wir müssen handeln. Denn in vier Jahren erreicht der erste Jahrgang der Gemeinschaftsschule die Oberstufe. Wir sollten uns in diesem Jahr über die grobe Richtung klar werden."

Gut und gerne 300 Schüler

Das Schulzenrtum an der Dr.-Aloys-Wittrup-Straße sei künftig nicht mehr in der Lage, alle Schüler aufzunehmen. "Es ist dort jetzt schon eng. Aber mit Erreichen der Oberstufe kommen gut und gerne 300 Schüler dazu, alleine von der neuen Sekundarschule Alpen ist pro Jahrgang mit rund 45 Schülern zu rechnen", so der Rheinberger SPD-Vorsitzende. Das Schulgebäude mit Turnhalle und Kleinschwimmhalle habe einen Wert von rund 1,5 Millionen Euro — und der sei durch einen Verkauf des Areals nie und nimmer zu erzielen. Madry: "Das hieße, dass wir einen großen Wert vernichten würden." Nutze man das Gebäude weiter als Schule, könnte man auch Turnhalle und Schwimmbad erhalten.

Keine unnötige Fahrerei?

Nach Recherchen der SPD sei damit zu rechnen, dass die meisten Lehrer entweder ausschließlich in der Sekundarstufe I oder in der Sekundarstufe II unterrichteten, so dass keine unnötiger Hin- und Herfahrerei zu erwarten sei.

Was die SPD-Initiative für den Standort der Grundschule bedeute, stehe auf einem anderen Blatt. Madry: "Das muss man ganz getrennt davon sehen." Wir erinnern uns: Es hatte auch Überlegungen gegeben, die Grundschule von Wallach in das Borther Gebäude umziehen zu lassen und für das Wallacher Gebäude eine neue Nutzung zu suchen.

Ebenso wie das Schulthema hat die SPD auch über den DienstLeistungsBetrieb (DLB) Rheinberg diskutiert. Madry: "Wir müssen uns über die künftige Struktur Gedanken machen. Deshalb schlagen wir eine Überprüfung der Rechtsform vor. Auch da sind wir in alle Richtungen offen."

Wie auch die Schule sei der DLB unter Kosteneinsparungen zu sehen. "Aber", so Madry, "die Qualität der Arbeit des DLB soll auf keinen Fall leiden, sie soll eher besser werden." Die derzeitige Situation sei jedenfalls unbefriedigend.

(RP)