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SPD in Rheinberg will deutlich mehr Flächen für Solarnergie nutzen

Vorschläge zur Energiewende : SPD favorisiert Solarparks auf Rheinberger Baggerseen

Die SPD im Rat hat den Antrag gestellt, die planerischen Voraussetzungen zu schaffen, um mehr regenerative Energie zu gewinnen. Das mindere die Abhängigkeit von Gas aus Russland und diene der Umwelt.

Auch die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Rheinberg will ernst machen mit der Klimawende und stellt den Antrag, geeignete Flächen im Stadtgebiet zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zu ermitteln. Auch um sich aus der Abhängigkeit von russischem Gas zu lösen. Kurz- und mittelfristig sollen Maßnahmen ergriffen werden, die diese Abhängigkeiten möglichst schnell reduzieren, schreibt Fraktionschef Philipp Richter.

Es gehe neben der Energieeinsparung eben auch um den Ausbau regenerativer Energien wie Windkraft und Solarenergie. Dafür brauche es große Flächen und diese müssten planerisch auf der kommunalen Ebene bereit gestellt werden.

Die SPD-Fraktion beantrage daher, dass auch Rheinberg entsprechend tätig werde, nach Investoren suche, Windenergieprojekte auf den im Flächennutzungsplan dargestellten Konzentrationszonen umsetze. Außerdem sollten für die Solarnutzung geeignete Flächen ermittelt werden, um dort mit Investoren Solarparks umzusetzen.

Dazu bedürfe es einer Standorteignungsprüfung, einer Abstimmung über die finanzielle Beteiligung von Stadt sowie möglicher privater Dritter (Stichwort: Bürger-Solarpark), um eine entsprechende Bauleitplanung einzuleiten. Im Zuge dessen sollen ebenfalls die Möglichkeiten eruiert werden, schwimmende Photovoltaikanlagen auf Baggerseen zu installieren, so Richter.

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Da für Windparks die ersten planerischen Schritte bereits gegangen seien und somit die Konzeption stehe, könne nun die Suche nach Inverstoren beginnen. Eine Planung für Solarparks fehle hingegen, ebenso eine Standortuntersuchung potenzieller Flächen.

Die SPD-Fraktion hält sowohl Wasserflächen, also auch landwirtschaftliche Flächen oder auch die Deponie Winterswick für denkbar. Die Genossen bevorzugen schwimmende Photovoltaikanlagen wie die in Weeze, die Strom für den Schwimmbagger und die Siebmaschinen produziere und den Überschuss ins Netz einspeise. Solche großflächigen, ertragreichen Anlagen erzeugten nicht nur Energie. Sie seien konfliktarm, drosselten die Verdunstung und verringerten die Algenbildung. Für die ermittelten Flächen müsse der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Da das aber Zeit brauche, müsse man schnell anfangen.

(bp)