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SPD: Folgenutzung der ZUE in Orsoy jetzt schon planen

Flüchtlingseinrichtung des Landes : SPD will Folgenutzung der ZUE in Orsoy jetzt schon planen

Die SPD-Ratsfraktion sieht im Gelände der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Orsoy großes Gestaltungspotenzial für die Entwicklung des Stadtteils. SPD-Landtagsmitglied René Schneider hat deshalb eine kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt.

Die SPD-Ratsfraktion sieht im Gelände der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Orsoy großes Gestaltungspotenzial für die Entwicklung des Stadtteils. SPD-Landtagsmitglied René Schneider hat deshalb eine kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Die Antwort liegt nun vor: Eine Neunutzung des Areals könnte ab 2025 Realität werden. „Da das Gelände mitten in Orsoy liegt, spielt es bei der Ortsteilentwicklung eine entscheidende Rolle“, so Schneider. Die Anfrage habe ergeben, dass das Mietverhältnis bei rechtzeitiger Kündigung Ende Oktober 2025 ausläuft, eine Sonderkündigung vorher sei nicht mehr möglich. Die Rheinberger SPD setzt sich dafür ein, dass das Grundstück ab 2025 auch anders genutzt werden kann.

„Damit 2025 nach Ende des Mietvertrags direkt mit einer Neugestaltung begonnen werden kann, müssen die Pläne fertig entwickelt sein“, meint der SPD-Fraktionsvorsitzende Philipp Richter. „Die Vereins-Initiative ,Orsoy 2040’ hat bereits viele gute Ideen vorgestellt. Diese gilt es nun zu diskutieren und umzusetzen.“ Richter und Schneider wollen mit der Initiative über eine mögliche Weiterentwicklung der Pläne sprechen. Parallel dazu will Schneider Druck bei der Landesregierung machen, dass die Kündigungsfristen für 2025 auch wirklich eingehalten werden: „Es macht keinen Sinn, eine Landeseinrichtung für Flüchtlinge aufrechtzuerhalten, die nur zu einem Drittel belegt ist. Die Menschen sollten dezentral untergebracht und das Gelände zur Neugestaltung freigegeben werden, ohne dass den Menschen dadurch ein Nachteil entsteht.“

Das ehemalige Orsoyer Krankenhaus gehört dem Unternehmen IVP von Jörg-Richard Lemberg. Bereits im November 2019 hatte Jörg Faltin vom Düsseldorfer Planungsbüro Faltin + Sattler im Rheinberger Bau- und Planungsausschuss ausführlich Pläne für eine Nachfolgenutzung des Areals vorgestellt.