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Rheinberg: SPD-Basis hat das Ergebnis in dieser Klarheit nicht erwartet

Rheinberg : SPD-Basis hat das Ergebnis in dieser Klarheit nicht erwartet

Die SPD hat sich entschieden: Mit einer Zweidrittelmehrheit sagt die Partei in ihrer bundesweiten Abfrage der Mitglieder Ja zur großen Koalition. Was aber sagen die Genossen an der Basis?

Dass eine Mehrheit zustimmen werde, habe sich bereits abgezeichnet, sagt Peter Tullius, Vorsitzender des Rheinberger SPD-Ortsvereins. "Allerdings habe ich nicht in dieser Klarheit damit gerechnet." Für Tullius, der für die große Koalition gestimmt hat, ist wichtig, dass wichtige Themen wie die Absicherung der Renten jetzt endlich angegangen werden. Der Vorsitzende. "Wir müssen aufpassen, dass das, was bisher diskutiert worden ist, im politischen Alltag nicht untergeht." Und: Dass und wie die Groko in der SPD diskutiert worden ist, hat Peter Tullius gut gefallen.

Der Xantener SPD-Fraktionsvorsitzende Olaf Finke spricht ebenfalls von einem "überraschend eindeutigen Ergebnis". "In der vergangenen Woche haben wir in Xanten noch eine Veranstaltung zum Thema Groko gemacht und mein Eindruck war, dass die Skepsis überwiegt", sagt Finke. Jetzt werde die SPD selbstverständlich geschlossen an den politischen Zielen arbeiten, so der Xantener, der selbst gegen den Koalitionsvertrag gestimmt hat. Das klare Ergebnis sei eine gute Rückendeckung für die Parteispitze in Berlin. Wichtig sei, dass es wieder klare Verhältnisse in der Partei gibt. Olaf Finke sagt, was ihm gut gefallen hat: "Es gab lebendige Diskussionen. Das war sehr wichtig."

Auch Hannah Bollig, Vorsitzender der Rheinberger Jusos und wie viele Jung-Sozialdemokraten bekennende Gegnerin der Großen Koalition, war vom Ergebnis überrascht. "Ich habe damit gerechnet, dass eine Mehrheit zustimmt. Aber ich habe gedacht, dass das Ergebnis knapper ausfällt", so die Juso-Vorsitzende: "Ich hoffe, dass wir die intensiv diskutierten Inhalte in der Groko jetzt auch umsetzen können. Wichtig ist, dass in der SPD jetzt ein Erneuerungsprozess einsetzt. Daran müssen wir arbeiten. In Rheinberg werden wir damit bald anfangen."

(up)