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SPD Alpen fordert in der Krise mehr Unterstützung für örtliche Betriebe

Kommunalpolitik in Alpen : Alpens SPD kritisiert Verwaltung in der Corona-Krise

SPD-Fraktionschef Jörg Banemann fordert mehr Unterstützung existenziell bedrohter Geschäftsleute vor Ort. Er schlägt eine Online-Plattform vor. Kritik über auch an der leeren Kasse der Gemeinde, die Hilfe schwierig mache.

Die Corona-Krise verliert ein wenig an Bedrängnis, jetzt wird sie offenbar zum Schauplatz für den an Fahrt zunehmenden Kommunalwahlkampf. Die SPD wirft der Gemeindeverwaltung vor, sich „in Zeiten von Corona“ nicht aktiv für die Wirtschaft vor Ort einzusetzen. Auf der Internetseite der Gemeinde Monheim könne man sehen und sich ein Beispiel nehmen, wie eine Stadt Anliegen von Einzelhändlern, Dienstleistern und der Gastronomen etwa über Gutschein-Aktionen „nach vorne bringt“ oder in Moers die „local heroes“ aufgelistet würden. In Alpen aber passiere in dieser Hinsicht „überhaupt nichts“, kritisiert SPD-Fraktionsvorsitzender Jörg Banemann.

 Die SPD wünsche sich „eine offensive Werbekampagne der Gemeinde zur Stärkung der heimischen Geschäfte und der Gastronomie, die in dieser Krise um ihr Überleben kämpfen“, schreibt Banemann. Bürgermeister Thomas Ahls und seine Mitstreiter müssten „an dem Punkt einfach wesentlich mehr Engagement und Kreativität“ zeigen. Eine Plattform, auf der die örtliche Wirtschaft mit ihren Angeboten digital wiederzufinden sei, könne „zur Stärkung der lokalen Geschäfte beitragen und sie stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken“, lautet ein der Vorschläge des SPD-Politikers. „Der Bürgermeister ist gefordert, sich an die Spitze einer solchen Bewegung zu setzen, damit diese existenziell gefährdeten Betriebe nicht vollends wegbrechen“, sagt Banemann.

Ansonsten entstehe der Eindruck, dass dem Bürgermeister die Zukunft dieser Geschäfte nicht so sehr am Herzen liege. Jetzt räche sich auch, so der SPD-Fraktionschef weiter, dass die Gemeinde ihre Rücklagen soweit aufbraucht habe, dass sie in Krisenzeiten wie jetzt kein Eigenkapital mehr aufbringen könne, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen. „Eine Kommune hat zwar nur recht geringe Möglichkeiten, kann aber durch umsichtiges Wirtschaften trotzdem einen wertvollen Puffer schaffen“, so Banemann deutlich. Der sei jetzt nicht mehr vorhanden.