Rheinberg: Solidarische Landwirtschaft bietet Info-Termine an

Rheinberg : Solidarische Landwirtschaft bietet Info-Termine an

Der Verein startet mit der beginnenden Pflanz- und Wachstumsperiode in sein zweites Wirtschaftsjahr.

Der Verein Solidarische Landwirtschaft Niederrhein (Solawi) besteht seit dem Winter 2016/17 und startet nun mit beginnender Pflanz- und Wachstumsperiode nach erfolgreichem ersten Wirtschaftsjahr in sein zweites.

Die Ackerfläche von einem Hektar Größe mit zwei Folien-Gewächshaustunneln mit zusammen etwa 450 Quadratmetern liegt in Voerde-Spellen auf dem Demeter-zertifiziertem Land des Tinthof. Für das zweite Wirtschaftsjahr bestehen bereits Anteilszeichnungen für über 40 von 60 Ernteanteilen (halbe und ganze Ernteanteile sind möglich). Um die noch fehlenden Ernteanteile einwerben zu können, gibt es in der Region um den Acker in den kommenden Wochen Info-Veranstaltungen.

Zum Einstimmen wird dazu der Film "Die Strategie der krummen Gurken" gezeigt. Dieser Film über eine der größten und bereits seit vielen Jahren bestehenden und wirkenden "Solawi" in Deutschland (in Freiburg) gibt Einblicke in die Motivation und das Innenleben dieser Kooperative.

Die Termine: Heute, 18.30 Uhr, Syntopia in Duisburg-Hochfeld, Gerokstraße 2; am Mittwoch, 25. April, 18.30 Uhr, VHS-Bildungszentrum (1. OG) in Moers, Wilhelm-Schröder-Straße 10; Dienstag, 8. Mai, 19.30 Uhr, Kulturspielhaus Scala in Wesel, Wilhelmstraße 8-10; Donnerstag, 17. Mai, ab 11 Uhr, Demeter-Tinthof in Voerde-Spellen, Weseler Straße 7.

Einen weiteren Infostand (dort allerdings ohne Film) gibt es beim Blumen- und Spargelfest am Sonntag, 29. April, im Ortskern der Gemeinde Alpen.

Was versteckt sich hinter dem Wirtschaftsprinzip einer solidarischen Landwirtschaft? Viele Verbraucher wünschen sich Gemüse, das unter fairen Arbeitsbedingen und für sie transparent in ihrer näheren Umgebung angebaut wurde, nach Möglichkeit auch biologisch ohne Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden.

Solche Produkte im normalen Handel, aber auch im Bioladen zu finden ist nicht ganz einfach. "Bio" kommt oft nicht aus Deutschland oder der Region, wobei regional nicht automatisch heißt, dass die Ware wirklich aus direkter Umgebung kleiner 30 Kilometer Entfernung kommt. Darum haben sich in den vergangenen 25 Jahren weit über 100 Solidarische Landwirtschaftsinitiativen auf Vereinsebene oder genossenschaftlich organisiert gegründet und arbeiten so, wie es viele Kunden wünschen. Das geschieht nach dem Prinzip einer Erzeuger-Verbrauchergemeinschaft. Die Ware wird dementsprechend nicht für den freien Markt produziert, sondern für einen festen "Kundenstamm".

(RP)
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