Rheinberg: So sieht gesundes Essen in der Schule aus

Rheinberg : So sieht gesundes Essen in der Schule aus

Eltern, Lehrer, Sozialarbeiter, Schüler und das Mensateam ließen sich in der Rheinberger Haupt- und Realschule beraten.

Schulverpflegung sollte Kriterien wie Genuss und Qualität erfüllen, eine Mensa Ort der Begegnung sein. "Ich erlebe viele Schulen, die gut aufgestellt sind. Andere müssen sich noch auf den Weg machen", sagte Gudrun Tischner-Krause, diplomierte Oekotrophologin, die in Sachen Schulverpflegung im Regierungsbezirk Düsseldorf unterwegs ist und erstmals in Rheinberg zu Besuch war. Für den Rheinberger Schulstandort konnte sie gute Noten ausstellen. Nicht nur, weil das Thema Ernährung an Real- und Hauptschule im Unterricht einen entsprechenden Stellenwert hat, die Schule eine Mensa bietet. Der teilnehmende Personenkreis aus den unterschiedlichen Ebenen bis hin zu Schülern war für die Fachfrau aussagekräftig.

"Uns geht es mit diesem Workshop darum, unser gutes Angebot zu optimieren. Das Thema Ernährung und die Bedeutung von Mahlzeiten muss bei den Schülern ankommen", sagte Maria Vieth, stellvertretende Schulleiterin der Realschule. Im Fokus stand auch die für das Jugendalter typischen veränderten Essgewohnheiten, wie vegetarisch, oder fleisch- und fischlose Kost, die wohl Lebensmittel wie Milch und Eier zulässt. In der dreistündigen Veranstaltung ging es zunächst um die Informationsvermittlung und die Leistungen, die die "Vernetzungsstelle Schulverpflegung NRW" in Schulen trägt. Als Beratungseinrichtung hat sie sich der Gesundheitsförderung verschrieben, will für gesundes, leckeres wie nachhaltiges Essen die Schülerschaft begeistern. "In der Mittagspause wird 25 Prozent der täglich empfohlenen Nährstoffmenge aufgenommen", sagt Gudrun Tischner-Krause. Die Antwort auf die Frage, warum bestimmte Lebensmittel idealerweise für eine optimale Nährstoffzufuhr bei der Mittagsverpflegung ausgewählt werden sollten, ergibt sich von alleine. "Denn diese Lebensmittel sind auch verantwortlich für die schulische Leistung", so die Referentin.

Die anschließende Diskussion um einen ausgewogenen, abwechslungsreichen wie vollwertigen vierwöchigen Speisenplan stand im Anschluss auf dem Programm. Dass der schuleigene Speisenplan ansprechend aufgestellt ist, war Koch Dirk Peters Bestätigung genug. Handlungsbedarf sieht er woanders. "Das Angebot der Zwischenmahlzeiten ist für uns wichtig und muss stärker ausgebaut werden. Schülerinnen und Schüler gehen oft ohne Frühstück aus dem Haus und kaufen sich die morgendliche ungesunde Grundlage wie Süßigkeiten oder Donuts", sagt Peters. Die zu energiereiche Kost wird nicht umgesetzt, führt zu verändertem Essverhalten. Der gesunde Hunger zur Mittagszeit schwindet. "Ich wünsche mir daher Informationen, wie wir unseren Speisenplan und das Mensaangebot noch runder gestalten können. Auch ist mir die Vernetzung mit anderen wichtig", sagte Peters.

(sabi)