Seniorenbeirat wehrt sich gegen Verlegung der Notdienstpraxis nach Moers

Medizinische Versorgung : Seniorenbeirat fordert Erhalt der Notdienstpraxis

Der Seniorenbeirat befürchtet eine massive Verschlechterung der medizinischen Versorgung insbesondere für älter Menschen.

Der Seniorenbeirat spricht sich entschieden gegen die beabsichtigte Schließung der Notdienstpraxis am Melkweg aus. Eine Schließung und die Verlegung nach Moers ans Krankenhaus Bethanien bedeute für Rheinberg und Umgebung „eine massive Verschlechterung“, so die Vorsitzende des Beirates, Bärbel Reining-Bender. Insbesondere für Hochbetagte und Menschen, die nicht mobil seien.

Einmal mehr werde „der ländliche Raum abgehängt“, so Reining-Bender. Die Argumentation, das Angebot qualitativ aufzuwerten, nennt der Seniorenbeirat einen „Versuch der Beschwichtigung“. Schon heute sei die Notdienstpraxis am Krankenhaus Bethanien oft am Limit. Eine Schließung der Notdienstpraxis in Rheinberg werde die Situation dort nicht entspannen.

Krankenhäuser im Kreis Wesel würden immer wieder beklagen, dass Patienten, die durchaus in eine Notdienstpraxis oder zum Hausarzt hätten gehen können, ihre Ambulanzen aufsuchen. Die Schließung der „gut funktionierenden Notdienstpraxis“ in Rheinberg führe zur weiteren Belastung der Notaufnahmen. Der Seniorenbeirat erwartet von der Kassenärztlichen Vereinigung eine wohnortnahe medizinische Versorgung – auch im ländlichen und kleinstädtischen Bereich. Bericht Seite D 2

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