Schulhof der Europaschule Rheinberg soll mit Leader-Mitteln umgestaltet werden

Europaschule Rheinberg : Ein neuer Schulhof als zweites Zuhause

Die Europaschule Rheinberg hat das Konzept zur geplanten Umgestaltung der Politik vorgestellt.

Die Erweiterung der Europaschule ist in vollem Gange. Mithin ist auch der Schulhof noch eine Baustelle. Hier Arbeitsmaterial, dort Baustellenfahrzeuge, dazwischen die Klassenraum-Container für die Sechstklässler. Wenn die Schule fertig ist, so der Plan, soll auch der Schulhof neu gestaltet werden. Und zwar so, dass sich die Schulgemeinschaft – Schüler, Lehrer, Sekretärinnen, Hausmeister, Sozialpädagogen – dort wohlfühlen. „Unsere Schüler halten sich, wenn man die Mittagessenzeit mit einrechnet, 40 Stunden pro Woche in der Schule auf. Für sie ist die Schule wie ein zweites Zuhause“, sagte Martin Reichert, Didaktischer Leiter, jetzt im Schulausschuss. Er stellte das Schulhofkonzept dort vor.

Man habe einen Arbeitskreis „Lebensraum Schule“ gegründet, informierte der Pädagoge. Schüler seien danach befragt worden, wie sie sich den perfekten Schulhof vorstellten. Aber auch Lehrer und Eltern äußerten Wünsche und überlegten, wie sich das Vorhaben möglichst bis zum 1. Februar 2020 verwirklichen lasse. „Fast 75 Prozent unserer Schüler sagten, dass sie mit unserem Schulhof nicht zufrieden sind“, so Reichert. Sie wünschen sich Spiel- und Sportmöglichkeiten, mehr Grünflächen, Sitzgelegenheiten, Unterstände als Schutz gegen Sonne und Regen, Kunstobjekte, Motorradparkplätze, eine Chill-Ecke, Graffiti-Flächen, Kletterwände und Tischtennisplatten.

Bei den Lehrern sah die Wunschliste nicht viel anders aus, sie nannten aber unter anderem auch einen Nutzgarten, Weidenhütten und mehr Fahrradparkplätze, während die Eltern neben vielen anderen Dingen bessere W-Lan-Möglichkeiten, mehr Sauberkeit und Insektenweiden angaben.

Die Schule hat ihr Konzept als Leader-Projekt angelegt. Das bedeutet: Von den kalkulierten Kosten in Höhe von knapp 400.000 Euro könnte die Stadt 65 Prozent, maximal allerdings 250.000 Euro, als Zuschuss bekommen. Den Rest müsste die Stadt selbst leisten. „Das wäre eine absolute Win-Win-Situation“, warb Reichert.

Das sah auch der Schulausschuss so. Alle Fraktionen zeigten sich angetan von der vorgestellten Konzeption, in die die Schule viel Arbeit und Kreativität investiert hat. Helga Karl, zuständige Fachbereichsleiterin, sagte, im Haushalt seien ohnehin 491.000 Euro für die Wiederherstellung des Schulhofs eingeplant, wobei noch keine detaillierte Kostenaufstellung vorliege. Durch Gelder aus dem Leader-Projekt könnten die Kosten minimiert werden. Pfarrerin Ulrike Thölke aus Wallach, die dem Leader-Vorstand angehört, sagte im Ausschuss, sie sehe gute Chancen für eine Bewilligung des Konzeptantrags.

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