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Sascha van Beek aus Alpen hofft bei Landtagswahl auf Sieg im Foto-Finish

Landtagswahlkampf am Niederrhein : Mit Gummibärchen und Argumenten

CDU-Kandidat Sascha van Beek startet mit Zuversicht in die heiße Phase des Landtagswahlkampfes. Neben politischen Inhalten setzt er auf klassische Hilfsmittel, um sich bekannt zu machen, und achtet dabei auf Umweltverträglichkeit.

Aus der Mitte“ drängt Sascha van Beek (38) „nach vorne“. So jedenfalls steht‘s auf den Flyern, die der Mann aus Veen und seine Helfer bis Mitte Mai verteilen wollen, wenn sie an den Haustüren klingeln. Auch wenn‘s schwer falle, so der Kandidat der CDU für den Landtagswahlkreis 58 Wesel II, sei Wahlkampf auch ein Bekenntnis für Demokratie. Deshalb wolle er sich, auch wenn in der Ukraine gerade Bomben fallen und er sich eher als Rot-Kreuz-Helfer fühle, der er seit vielen Jahren ist, in Alpen, Rheinberg, Sonsbeck, Xanten, Kamp-Lintfort und Voerde dem Rennen um den Einzug in den Landtag stellen. Er setzt auf „ein ganz knappes Finish“, bei dem er am 15. Mai als Erster über die Ziellinie gehen will. Was sonst.

Den Namen seines härtesten Rivalen nennt er nicht ein einziges Mal. Der Mann „für unsere Heimat“ vertraut ganz auf die eigenen Stärken. Bodenhaftung, große Nähe zu den Menschen, denen er in Düsseldorf eine Stimme geben möchte. Mit möglichst vielen will er in der nun beginnenden heißen Wahlkampfphase „noch mit Maske“, aber unmittelbar ins Gespräch kommen und dafür werben, das Kreuzchen hinter seinem Namen zu machen.

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Dabei setzt van Beek neben Argumenten auf klassische Give-aways. Dabei achtet er politisch korrekt auf Nachhaltigkeit. Die stylischen grauen Kugelschreiber mit seinem Namenszug in Weiß seien aus Recycling-Material, genauso wie die kompostierbaren Tütchen mit Gummibärchen, mit denen er Leute auf CDU-Geschmack bringen möchte. Sein gedrucktes Material kompensiere er mit einer CO2-Abgabe für einen fast klimaneutralen Wahlkampf.

Auch wenn er Haustürenabklappern und Marktstände im Wahlkampf weiter für unerlässlich halte, ist der 38-Jährige, der sich als Regionalleiter für Medizin-Controlling von der St.-Franziskus-Stiftung in Kamp-Lintfort hat beurlauben lassen, um für sich zu trommeln, digital auf allen Kanälen unterwegs. An den Straßen im den Rhein überschreitenden Wahlkreis zeigt er plakative Präsenz. Nur in Rheinberg macht er sich ein wenig rar. Wie die Konkurrenz. Hier sind nach Beschluss des Rates nur zwei Plakate pro Wahlbezirk erlaubt.

Inhaltlich positioniert sich der gelernte Krankenpfleger im großen Schatten von Gesundheitsminister Karl Josef Laumann als Fan der katholischen Soziallehre. „Wir müssen gerade jetzt angesichts explodierender Preise die Leute mit kleinen Einkommen im Auge behalten“, so van Beek. „Ich habe als Student erfahren, wie es ist, mit wenig Kohle über die Runden kommen zu müssen.“

Seine politischen Freunde in den Wahlkreis-Kommunen hat der Kandidat längst überzeugt. Simon Lisken aus Kamp-Lintfort setzt voll auf Sieg: „Wir brauchen endlich wieder einen direkten Draht nach Düsseldorf, am besten bis zum Ministerpräsidenten.“ Markus Krebber aus Sonsbeck sieht in van Beek die Verkörperung des ländlichen Raums: „Sascha ist einer von uns.“ Tanja Mark aus Rheinberg hält ihn für einen Kümmerer für die kommunale Struktur, der um die Finanznöte der Kämmerer wisse.

(bp)